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Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe
Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe

Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe

31 Kapitel
Abgeschlossen
In dieser Romance Story wird Ariane in Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe von ihrem Ehemann Damian für ein Mafia-Geschäft geopfert. Nach Verrat und Folter sucht sie Schutz bei ihrer Tante, einer Top-Anwältin. Entdecke diesen fesselnden Modern Novel als packende Web Novel.

Zusammenfassung von Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe

Zehn Jahre opferte Ariane alles für Damians Erfolg, doch kurz vor dem Ziel verleugnet der Milliardär sie öffentlich. Er präsentiert Aurora Keller als seine einzige Stütze und lässt Ariane brutal misshandeln. Selbst ihre Klaustrophobie nutzt er grausam gegen sie aus. Als Entführer ihn vor die Wahl stellen, rettet er Aurora und überlässt Ariane der Folter. Gebrochen sucht sie Schutz bei ihrer Tante Elena, einer mächtigen Anwältin, um gegen seinen Verrat vorzugehen.
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Kapitel 1 von Ausgelöscht durch seine Lügen und Liebe

Zehn Jahre lang habe ich meinem Mann, Damian, alles gegeben. Ich hatte drei Jobs, damit er seinen MBA machen konnte, und verkaufte das Medaillon meiner Großmutter, um sein Start-up zu finanzieren. Jetzt, kurz vor dem Börsengang seiner Firma, zwang er mich zum siebzehnten Mal, die Scheidungspapiere zu unterschreiben, und nannte es einen „vorübergehenden geschäftlichen Schachzug“.

Dann sah ich ihn im Fernsehen, den Arm um eine andere Frau geschlungen – seine Hauptinvestorin, Aurora Keller. Er nannte sie die Liebe seines Lebens und dankte ihr, dass sie „an ihn geglaubt hatte, als es niemand sonst tat“. Mit einem einzigen Satz löschte er meine gesamte Existenz aus.

Seine Grausamkeit hörte da nicht auf. Er leugnete, mich zu kennen, nachdem seine Bodyguards mich in einem Einkaufszentrum bewusstlos geschlagen hatten. Er sperrte mich in einen dunklen Keller, obwohl er genau von meiner lähmenden Klaustrophobie wusste, und überließ mich allein meiner Panikattacke.

Aber der endgültige Schlag kam während einer Entführung. Als der Angreifer ihm sagte, er könne nur eine von uns retten – mich oder Aurora – zögerte Damian keine Sekunde.

Er wählte sie. Er ließ mich an einen Stuhl gefesselt zurück, um gefoltert zu werden, während er seinen kostbaren Deal rettete. Als ich zum zweiten Mal in einem Krankenhausbett lag, gebrochen und verlassen, tätigte ich endlich einen Anruf, den ich seit fünf Jahren nicht mehr gemacht hatte.

„Tante Elena“, würgte ich hervor, „kann ich bei dir unterkommen?“

Die Antwort der gefürchtetsten Anwältin Frankfurts kam sofort. „Natürlich, mein Schatz. Mein Privatjet steht bereit. Und Ariane? Was auch immer es ist, wir regeln das.“

Kapitel 1

Aus der Sicht von Ariane Payne:

Zum siebzehnten Mal schob Damians Anwalt die Scheidungspapiere über unseren Küchentisch. Die polierte Eiche fühlte sich kalt unter meinen Unterarmen an, ein krasser Gegensatz zur brodelnden Hitze meiner Demütigung.

Siebzehn Mal.

So oft war ich in den letzten sechs Monaten gebeten worden, mich rechtlich aus dem Leben von Damian Day auszulöschen.

Beim ersten Mal hatte ich geschrien, bis meine Kehle wund war. Beim fünften Mal hatte ich jede Seite methodisch in konfettigroße Stücke zerrissen, meine Hände zitterten vor einer Wut, die sich fremd und furchterregend anfühlte. Beim zehnten Mal hatte ich eine Scherbe eines zerbrochenen Tellers an mein eigenes Handgelenk gehalten, meine Stimme ein totenstilles Flüstern, als ich seinem Anwalt sagte, wenn er meine Unterschrift wolle, müsse er mir den Stift aus meinen kalten, toten Fingern reißen.

Sein Anwalt, ein Mann namens Herr Hartmann mit Augen so grau und leblos wie ein Winterhimmel, war an diesem Tag tatsächlich blass geworden und aus dem Haus gewichen.

Er hatte natürlich Damian angerufen. Damian war nach Hause geeilt, sein Gesicht eine Maske der Sorge, und hatte mich stundenlang gehalten, während er mir Versprechungen ins Haar flüsterte. Versprechungen, dass das alles nur vorübergehend sei, nur eine Formalität für die Investoren, dass ich immer seine Frau sein würde, die einzige.

Ich hatte ihm geglaubt. Ich glaubte ihm immer.

Aber jetzt, als ich auf die siebzehnte Version desselben Dokuments starrte, legte sich eine tiefe und hohle Erschöpfung tief in meine Knochen. Ich war müde. So müde vom Kämpfen, vom Schreien, vom Glauben.

„Ariane“, sagte Herr Hartmann, seine Stimme ein leises, geübtes Murmeln, das beruhigen sollte. „Wir haben das schon besprochen. Es ist ein strategischer Schachzug. Eine vorübergehende Auflösung, um den Vorstand vor dem Börsengang zu besänftigen. Zwischen Ihnen und Damian wird sich tatsächlich nichts ändern.“

Ich sah ihn nicht an. Mein Blick war auf den Fernseher an der Wohnzimmerwand gerichtet, der direkt über seiner Schulter sichtbar war. Der Ton war stummgeschaltet, aber die Bilder waren kristallklar. Damian, mein Damian, war auf dem Bildschirm, sein Lächeln so strahlend und blendend wie die Kamerablitze, die um ihn herum explodierten. Er stand auf einer Bühne, sein Arm besitzergreifend um die Taille einer anderen Frau geschlungen.

Aurora Keller.

Die brillante, pragmatische Risikokapitalgeberin der Firma, die die Investitionsrunde seines Unternehmens anführte. Die Frau, die die Medien als die andere Hälfte des neuen Power-Paares der Münchner Tech-Szene bezeichneten. Ihr Lächeln war souverän, ihre Haltung perfekt. Sie gehörte dorthin, unter die glitzernden Lichter, neben den Mann, den die Welt als selbstgemachtes Genie feierte.

„Er wird Sie wieder heiraten, sobald die Firma stabil ist“, fuhr Herr Hartmann fort, seine Stimme ein nervtötendes Summen in meinem Ohr. „Das ist nur … Geschäft. Auroras Familie hat immensen Einfluss. Ihre öffentliche Verbindung ist eine Garantie für den Erfolg des Börsengangs.“

Eine Garantie. Ich war das Risiko. Die heimliche Ehefrau aus seiner armen Vergangenheit, ein Relikt eines Lebens, das er verzweifelt vergessen wollte.

Ich hatte diese Sätze so oft gehört, dass sie jede Bedeutung verloren hatten. Es waren nur noch Geräusche, leere Luft, geformt zu Worten, die mich bändigen sollten, mich ruhig und gefügig in den Schatten des Lebens halten sollten, das ich mit aufgebaut hatte.

Ich blickte auf die Papiere. Mein Name, Ariane Payne, war neben einer leeren Zeile gedruckt. Sein Name, Damian Day, war bereits unterschrieben, seine vertraute, ehrgeizige Handschrift ein Zeugnis seiner Effizienz.

„In Ordnung“, hörte ich mich sagen. Das Wort war so leise, so emotionslos, dass ich für einen Moment nicht sicher war, ob ich es laut ausgesprochen hatte.

Herr Hartmann blinzelte, seine professionelle Maske bröckelte. „Wie bitte?“

Ich nahm den Stift, den er so rücksichtsvoll bereitgelegt hatte. Er fühlte sich schwer an, als wäre er aus Stein gemeißelt. „Ich sagte, in Ordnung. Ich unterschreibe.“

Ein Anflug von Schock, schnell ersetzt durch unverhohlene Erleichterung, huschte über sein Gesicht. Er hatte einen weiteren Kampf erwartet, eine weitere Szene, eine weitere verzweifelte, erbärmliche Vorstellung der unbequemen Ehefrau. Wahrscheinlich hatte er Damian auf Kurzwahl, bereit, den neuesten Zusammenbruch zu melden.

Aber in mir war nichts mehr übrig, das zusammenbrechen konnte. Ich war nur noch eine ausgehöhlte Hülle.

Meine Hand zitterte nicht einmal, als ich meinen Namen schrieb. Die Tinte floss sanft, ein schwarzer Fluss, der eine zehnjährige Verbindung trennte. Jeder Buchstabe war ein kleiner Tod. A-r-i-a-n-e. P-a-y-n-e. Es sah aus wie der Name einer Fremden.

In dem Moment, als der Stift das Papier verließ, schnappte sich Herr Hartmann das Dokument, als fürchtete er, ich könnte es mir anders überlegen. Er verstaute es sicher in seiner ledernen Aktentasche, das Klicken der Verschlüsse hallte wie Schüsse im stillen Haus wider.

„Sie haben die richtige Entscheidung getroffen, Ariane. Die weise Entscheidung“, sagte er, bereits zur Tür zurückweichend, seine Arbeit endlich, gottlob, erledigt. „Damian wird sehr erfreut sein.“

Er schloss die Tür hinter sich und ließ mich allein in dem riesigen Haus zurück, das sich nie wirklich wie ein Zuhause angefühlt hatte.

Einen langen Moment lang bewegte ich mich nicht. Dann schienen sich meine Knochen aufzulösen. Mein Körper sackte nach vorne, meine Stirn ruhte auf der kalten, unbarmherzigen Oberfläche des Tisches. Ich war ein Anker, der endlich losgeschnitten worden war und in einen bodenlosen Ozean stiller Verzweiflung sank.

Im Fernsehen ging das stille Spektakel weiter. Ein Reporter interviewte jetzt Damian. Er war strahlend, magnetisch, der Mann, in den ich mich verliebt hatte. Er beugte sich zum Mikrofon, seine Augen fanden die von Aurora in der Menge.

Die Untertitel erschienen am unteren Bildschirmrand.

„Ich verdanke alles einer einzigen Person“, sagte Damians lächelndes Gesicht zur Welt. „Aurora Keller. Sie ist nicht nur meine Hauptinvestorin; sie ist meine Inspiration, meine Partnerin und die Liebe meines Lebens. Ich möchte ihr dafür danken, dass sie an mich geglaubt hat, als es niemand sonst tat.“

Die Worte hingen da, ein digitales Epitaph für meine gesamte Existenz.

An ihn geglaubt, als es niemand sonst tat.

Ein bitteres, lautloses Lachen entfuhr meinen Lippen. Ich erinnerte mich an eine winzige Einzimmerwohnung, die immer nach altem Kaffee und Instant-Nudeln roch. Ich erinnerte mich daran, drei Jobs gehabt zu haben – kellnern, Büros putzen, an der Bar arbeiten –, meine Hände wund und mein Körper schmerzend, nur damit er sich die Studiengebühren für seinen MBA leisten konnte. Ich erinnerte mich daran, das Medaillon meiner Großmutter verkauft zu haben, das Einzige, was ich von ihr noch hatte, um die Serverkosten zu bezahlen, als sein Tech-Start-up kurz vor dem Zusammenbruch stand.

Ich erinnerte mich an den Tag, als wir zum Standesamt gingen, nur wir beide. Er konnte sich keinen echten Ring leisten, also hatte er mir einen einfachen Silberring geschenkt, den er von einem Straßenhändler gekauft hatte.

„Eines Tages, Ariane“, hatte er geflüstert, seine Augen glänzten vor unvergossenen Tränen, als er ihn mir an den Finger steckte, „kaufe ich dir eine Insel. Ich schenke dir die ganze Welt. Das ist erst der Anfang. Für uns.“

Jetzt wurde sein Versprechen einer ganzen Welt einer anderen Frau angeboten, live im Fernsehen, für alle sichtbar.

Meine Welt war gerade untergegangen.

Meine Finger, taub und ungeschickt, fummelten nach meinem Handy. Ich scrollte durch Kontakte, die ich seit Jahren nicht mehr angesehen hatte, vorbei an Namen, die sich wie Geister anfühlten. Ich fand den, den ich suchte. Elena Lindsey. Meine entfremdete Tante. Eine gefürchtete und respektierte Seniorpartnerin in einer Top-Kanzlei in Frankfurt.

Mein Daumen schwebte über dem Anruf-Button. Wir hatten seit fünf Jahren nicht mehr gesprochen, nicht seit einem bitteren Streit über Damian, einen Mann, den sie vom ersten Moment an einen charmanten Soziopathen genannt hatte.

Ich drückte den Knopf.

Sie ging nach dem zweiten Klingeln ran, ihre Stimme so scharf und präzise, wie ich sie in Erinnerung hatte. „Ariane?“

Ein Schluchzen, der erste wirkliche Laut, den ich den ganzen Tag von mir gegeben hatte, brach aus meiner Brust. „Tante Elena“, würgte ich hervor. „Kann ich … kann ich bei dir unterkommen?“

Es gab kein Zögern, kein „Ich hab’s dir ja gesagt“. Nur eine plötzliche Wärme, die durch den eisigen Nebel in meinen Adern schnitt. „Natürlich, mein Schatz. Ich bin gerade in einer Besprechung, aber sie ist fast vorbei. Mein Privatjet steht bereit. Ich lasse dich in drei Stunden abholen. Pack einfach eine Tasche. Pack alles ein, was du behalten willst.“

Ihre Stimme war ruhig, befehlend, eine Rettungsleine im Wrack. „Und Ariane? Was auch immer es ist, wir regeln das. Ich bin schon unterwegs.“

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