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Die heimliche Retterin, die er verstieß
Die heimliche Retterin, die er verstieß

Die heimliche Retterin, die er verstieß

68 Kapitel
Abgeschlossen
In der Web Novel "Die heimliche Retterin, die er verstieß" befreit sich die Heldin aus ihrer Ehe mit CEO Curtis. Als er sie für die Frau verlässt, die einst ihre eigene Heldentat stahl, fordert sie die Scheidung. Entdecke diesen Modern Novel der Billionaire Romance Novels.
Kapitel 1 von Die heimliche Retterin, die er verstieß

Die feuchte Wärme zwischen ihren Beinen riss Diana aus dem schweren Nebel des Schlafs. Für eine selige Sekunde dachte sie, es sei nur Schweiß, ein Fieber, das nach einer Nacht mit Schüttelfrost nachließ. Doch als ihr Verstand sich sammelte, traf der metallische, kupferne Geruch ihre Nase.

Ihre Augen schnappten auf.

Sie warf die schwere Bettdecke zurück. Ein dunkler, deutlicher Fleck breitete sich über die blassen ägyptischen Baumwolllaken aus, genau unter ihr zentriert. Es war eine entsetzliche Blüte aus Rot auf dem makellosen Weiß.

„Nein", hauchte sie, das Wort blieb ihr in der trockenen Kehle stecken.

Sie versuchte sich aufzusetzen, doch ein blendender Krampf durchfuhr ihren Unterleib. Es fühlte sich an, als würde eine riesige, unsichtbare Hand ihre Eingeweide verdrehen, sie so lange quetschen, bis sie nicht mehr atmen konnte. Sie keuchte, krümmte sich zusammen, ihre Finger umklammerten die durchnässten Laken. Der Schmerz war ein lebendiges Ding, das von ihrem Kern bis in ihre zitternden Beine ausstrahlte.

Sie sah das Blut wieder an. Es war zu viel. Das war nicht nur eine leichte Blutung. Das war ihr Körper, der sich entleerte.

Das Tablet auf dem Nachttisch leuchtete mit einer Push-Benachrichtigung auf und warf einen kalten, blauen Schein in das dunkle Zimmer. Diana griff mit zitternder Hand danach, verzweifelt nach Ablenkung, verzweifelt nach allem, was sie in der Realität verankern konnte.

Der Bildschirm zeigte eine Eilmeldung vom Wall Street Journal. Die Schlagzeile lautete: Alston CEO und Kunstsensation Carla Booth stellen neue Partnerschaft in der SoHo Gallery vor.

Unter der Schlagzeile war ein Foto. Curtis Alston, ihr Ehemann, stand neben Carla Booth. Er trug einen maßgeschneiderten Smoking, sein dunkles Haar perfekt gestylt. Aber es war nicht sein Outfit, das Dianas Magen umdrehte. Es waren seine Augen. Er blickte auf Carla herab, die zu ihm auflachte, und der Ausdruck auf seinem Gesicht war einer, den Diana in drei Jahren Ehe noch nie auf sie gerichtet gesehen hatte. Es war Wärme. Es war absolute Anbetung.

Eine frische Welle von Krämpfen überrollte sie, und sie ließ das Tablet auf die Matratze fallen. Sie rollte sich zu einem Ball zusammen und presste ihre Stirn an die Knie.

Sie erinnerte sich an die Treppe. Nur wenige Stunden zuvor war sie die Marmortreppe dieses Penthouses hinuntergegangen, um die Tür für eine Lieferung zu öffnen. Ihr Fuß war auf der polierten Kante ausgerutscht. Sie erinnerte sich an das schreckliche, schwerelose Gefühl des Fallens, das widerliche Knacken ihres Steißbeins auf den Stufen und dann die sofortige, strömende Wärme.

Sie hatte am Fuße der Treppe gelegen, keuchend, und zugesehen, wie sich das Blut unter ihrem Nachthemd sammelte. Sie hatte nach ihrem Telefon gegriffen, ihre Finger glitschig von ihrem eigenen Blut, und Curtis angerufen.

Er hatte beim dritten Klingeln abgenommen. Hintergrundgeräusche – klirrende Gläser, sanfter Jazz, Carlas unverwechselbares Lachen – hatten die Leitung geflutet.

„Curtis", hatte sie schluchzend gesagt, „ich bin gestürzt. Ich blute. Bitte, ich brauche einen Krankenwagen."

Seine Stimme war eisig gewesen. „Diana, ich bin mitten in einem entscheidenden transatlantischen Meeting. Hör auf, dramatisch zu sein, und ruf den Hausarzt an. Ich habe jetzt keine Zeit für deine Wutanfälle."

Die Leitung war tot.

Und jetzt lag sie in ihrem Bett und verlor ihr Baby, während er eine andere Frau ansah, als wäre sie der Mittelpunkt des Universums.

Die Schlafzimmertür schwang auf und schlug mit einem lauten Knall gegen die Wand. Curtis stürmte herein, immer noch den maßgeschneiderten schwarzen Anzug von der Galerieeröffnung tragend. Der Geruch von teurem Bourbon und Carlas charakteristischem Gardenienparfüm zog mit ihm herein.

Er sah nicht zum Bett. Er sah nicht auf ihr Gesicht. Er ging direkt zur Kommode und löste seine Manschettenknöpfe mit scharfen, wütenden Bewegungen.

„Curtis", flüsterte Diana. Ihre Stimme klang wie Sandpapier auf Glas.

Er drehte sich endlich um. Sein Blick fiel auf die zerwühlten Laken, auf den dunklen Fleck und dann auf ihr blasses, verschwitztes Gesicht. Sein Kiefer spannte sich an, aber es war keine Panik in seinen Augen. Da war nur ein kalter, harter Ekel.

„Steh auf", sagte er, seine Stimme war flach. „Du hast dreißig Minuten, um zu duschen und dich umzuziehen."

Diana starrte ihn an, die Krämpfe machten es ihr schwer, Gedanken zu fassen. „Was?"

„Das Hampton Estate Dinner ist heute Abend. Montgomery erwartet uns, und die Hauptakteure für die R&H Group-Akquisition werden dort sein. Du musst an meinem Arm sein."

„Curtis, ich blute", sagte sie, eine Träne lief ihr über die Wange. „Ich habe das Baby verloren. Ich verliere –"

„Hör auf mit der Show, Diana", schnappte er und unterbrach sie. Er trat einen Schritt näher, sein Schatten fiel auf sie. „Was, hast du die Nachrichten über Carla gesehen und entschieden, dass dies der perfekte Zeitpunkt für ein kleines Drama ist? Das ist genau die Art von billigem Trick, die ich von dir erwarte."

„Es ist keine Show", würgte sie hervor, der Schmerz raubte ihr den Atem. „Ich bin die Treppe heruntergefallen. Ich habe dich angerufen. Ich habe eine Fehlgeburt."

Er stieß ein hartes, humorloses Lachen aus. Er griff in seine Jackentasche und zog eine kleine, samtige Schachtel heraus. Er warf sie aufs Bett. Sie landete direkt neben ihrer Hand, der dunkelblaue Samt bildete einen starken Kontrast zum Blut.

„Zieh das an", befahl er. „Und was auch immer du für ein Chaos angerichtet hast, räum es auf. Du wirst als Mrs. Alston zu diesem Dinner gehen und du wirst lächeln. Blamiere diese Familie nicht."

„Curtis, bitte", flehte sie und streckte eine zitternde Hand nach ihm aus. „Bring mich einfach ins Krankenhaus. Bitte."

Er ignorierte ihre ausgestreckte Hand. „Wenn du dich weigerst, heute Abend aufzutauchen, werde ich einen Anruf tätigen. Bis morgen früh werden die Kreditlinien der Wilcox Group eingefroren sein, und dein Vater wird seinen Einspruch verlieren. Verstehst du mich?"

Die Drohung traf sie wie ein Eimer Eiswasser. Die Kälte breitete sich von ihrer Brust bis in ihre Gliedmaßen aus und betäubte vorübergehend den körperlichen Schmerz. Er benutzte ihren inhaftierten Vater, die Firma, die ihr Bruder zu retten versuchte, als Leine.

Sie hatte keine Wahl. Sie hatte bei ihm nie eine Wahl.

Diana zog langsam ihre Hand zurück. Sie sah auf seine perfekt polierten Schuhe, den kalten Marmorboden und die Samtschachtel. Sie hatte nicht die Kraft, gegen ihn anzukämpfen. Sie hatte nicht die Kraft zu schreien.

„Dreißig Minuten, Diana", wiederholte er und drehte ihr den Rücken zu. „Zwing mich nicht, noch einmal hierherzukommen."

Er ging hinaus und ließ die Tür weit offen.

Diana zwang sich, sich aufzusetzen. Jede Bewegung sandte eine frische Welle der Qual durch ihren Unterleib. Ihr wurde schwindelig, die Ränder ihres Sichtfeldes wurden grau. Sie glitt vom Bett, ihre nackten Füße trafen mit einem leisen Aufprall auf den Boden. Ein frischer Schwall Wärme rann ihr das Bein hinunter, aber sie ignorierte es.

Sie stolperte in den riesigen begehbaren Kleiderschrank, ihre Hand stützte sich an der Wand ab. Jeder Schritt war eine monumentale Anstrengung, ihr Körper schrie vor Protest. Es war ein Schrein ihrer Rolle als seine Frau – Reihen von Designer-Kleidern, Regale voller teurer Schuhe, alles ausgewählt, um ein Bild der Perfektion zu projizieren. Sie umging die Pastelltöne und das Weiß. Sie griff nach einem schweren, bodenlangen Kleid in tiefem Purpur. Es würde alle „Unfälle" verbergen. Es würde zum Blut passen.

Sie zog ihr ruiniertes Nachthemd aus und schlüpfte in das Kleid. Der Stoff fühlte sich wie Sandpapier auf ihrer überempfindlichen Haut an. Ihre Finger fummelten am Reißverschluss, kalter Schweiß perlte auf ihrer Stirn, während sie gegen eine Welle von Schwindel ankämpfte. Sie schaffte es schließlich, ihn hochzuziehen, das enge Mieder drückte gegen ihren geschwollenen, schmerzenden Bauch. Sie sah in den Spiegel. Ihr Gesicht war geisterhaft weiß, ihre Lippen blass, ihre Augen hohl.

Sie hob die Samtschachtel vom Bett und öffnete sie. Eine Diamantkette lag darin, kalt und glitzernd. Sie legte sie sich um den Hals. Das Eis der Steine an ihrem Schlüsselbein ließ sie schaudern. Es fühlte sich an wie ein Halsband.

Genau dreißig Minuten später verließ sie das Schlafzimmer. Sie bewegte sich wie ein Zombie, jeder Schritt erforderte eine monumentale Anstrengung.

Curtis stand an den bodentiefen Fenstern im Wohnzimmer und scrollte auf seinem Telefon. Er blickte auf, als er ihre Absätze auf dem Hartholz hörte. Er musterte sie langsam und prüfend. Sein Ausdruck wurde nicht weicher. Er gab nur ein knappes Nicken.

„Gehen wir", sagte er.

Er bot ihr nicht seinen Arm an. Er wartete nicht auf sie. Er ging einfach zum privaten Aufzug.

Diana folgte ihm, ihre Hand strich zur Unterstützung an der Wand entlang. Sie traten in den Aufzug. Die Türen schlossen sich und schlossen sie in dem kleinen, verspiegelten Raum ein. Als der Aufzug schnell abwärtsfuhr, überrollte Diana eine Welle von Schwindel. Der Druck in ihrem Kopf baute sich auf, bis es sich anfühlte, als würde ihr Schädel zerspringen. Ihre Knie knickten ein.

Sie griff blindlings aus, ihre Hand packte das Metallgeländer, doch ihre Finger rutschten ab. Sie stolperte seitwärts, ihre Schulter traf mit einem dumpfen Aufprall die verspiegelte Wand.

Sie sah Curtis an, hoffte auf eine Hand, einen besorgten Blick, irgendetwas.

Er stand vollkommen still in der Mitte des Aufzugs, die Hände in den Taschen. Er sah zu, wie sie kämpfte, um wieder Halt zu finden, seine Augen so kalt und flach wie die Stahltüren vor ihnen. Er rührte keinen Muskel, um ihr zu helfen. Er sah ihr einfach beim Fallen zu.

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