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Der Verräter, die Braut und das Feuer
Der Verräter, die Braut und das Feuer

Der Verräter, die Braut und das Feuer

57 Kapitel
Abgeschlossen
In Der Verräter, die Braut und das Feuer entkommt Luana dem Verrat ihres Ex-Geliebten Magnus. Um Rache an dem Billionaire zu nehmen, verbündet sie sich mit Jonas. Dieser Mafia Novel Mix aus Action und Mystery zeigt ihren Kampf um Freiheit. Jetzt diesen Web Novel online lesen.

Zusammenfassung von Der Verräter, die Braut und das Feuer

Bei einem Unfall rettet Magnus Luana nicht, sondern schützt ihre böswillige Stiefschwester Gina. Luana überlebt schwer verletzt und erfährt, dass Magnus sie mit heimlichen Videoaufnahmen erpresst. Von Vater und Geliebten verraten, täuscht sie nach einem Brandanschlag ihren Tod vor. Sie kehrt als Frau von Magnus' Rivalen Jonas zurück und rächt sich öffentlich. Magnus entführt sie daraufhin in die Alpen, doch die schwangere Luana plant bereits ihre endgültige Flucht.
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Kapitel 1 von Der Verräter, die Braut und das Feuer

Als das Auto außer Kontrolle auf uns zuraste, zögerte Magnus keine Sekunde.

Er warf sich schützend über meine Stiefschwester Gina und überließ mich dem brutalen Aufprall.

„Sie ist zerbrechlich, Luana, du bist stark genug ", war seine kalte Rechtfertigung, als ich mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus erwachte.

Doch der wahre Dolchstoß folgte erst noch.

Gina stand an meinem Bett, ihr Lächeln triefte vor Bösartigkeit, als sie mir das Video auf ihrem Handy zeigte.

Magnus hatte unsere intimsten Momente heimlich gefilmt – nicht aus Liebe, sondern als Erpressungsmaterial, um mich gefügig zu machen.

Mein Vater hatte mich verkauft, mein Geliebter mich verraten und gedemütigt.

In dieser Nacht starb die naive Luana in den Flammen seines Penthouses, das ich eigenhändig in Brand steckte.

Ich verschwand, nur um an der Seite seines mächtigsten Rivalen, Jonas Schöneberg, wiederaufzutauchen.

Auf meiner Hochzeit genoss ich Magnus' verzweifelten Blick, als ich ihn öffentlich demütigte.

Doch sein Wahnsinn kannte keine Grenzen: Er sprengte die Feier, entführte mich in ein einsames Chalet in den Alpen und kettete mich an sich.

Er glaubte, er hätte gewonnen, als ich ihm scheinbar verzieh.

Er ahnte nicht, dass ich schwanger war – und dass ich längst die Sicherheitskameras manipuliert hatte, um für immer zu verschwinden.

Kapitel 1

Luana POV:

Sein Hauch auf meiner Haut war kaum getrocknet, da las ich die Nachricht, die alles zerstörte. „Mein Liebster, freust du dich schon auf unser Wiedersehen? " Es war von Gina.

Magnus' Lippen waren immer noch geschwollen von unseren Küssen, sein Duft hing noch in der Luft. Doch die Kälte in seinen Augen, die nach unseren heimlichen Treffen so oft da war, schien tiefer als je zuvor. Ich hatte versucht, sie zu ignorieren, mich an die flüchtigen Momente der Nähe zu klammern, die er mir gönnte.

Wir hatten uns getroffen, wie so oft. In einer Suite, hoch über den Dächern Hamburgs, weit weg von den neugierigen Blicken der Welt. Er war dominant, fordernd, und ich? Ich war willig, hungrig nach jedem Krümel seiner Aufmerksamkeit. Seine Hände hatten über meinen Körper gestreift, seine Worte waren rau gewesen, aber meine Seele hatte gejauchzt.

Nachdem wir uns voneinander gelöst hatten, seine Atmung sich beruhigt hatte, stand er auf. Routiniert, geschäftig, als wären die letzten Stunden nur eine lästige Pflicht gewesen. Er begann sich anzuziehen, sein Blick schon wieder auf die Arbeit gerichtet.

„Bleib, Magnus ", flehte ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Ich streckte eine Hand nach ihm aus, wollte seine Wärme festhalten, die so schnell zu entgleiten schien. „Nur eine Stunde noch. "

Er schnallte seine Uhr um, ohne mich anzusehen. „Ich habe Termine, Luana. Du weißt das. " Seine Stimme war flach, emotionslos. Ein Eisstich in mein Herz.

Ich zog meine Hand zurück, schluckte die aufsteigenden Tränen hinunter. Immer Termine. Immer etwas Wichtigeres als ich. „Es ist immer das Gleiche, Magnus ", murmelte ich, die Bitterkeit schmeckte wie Galle.

Er drehte sich endlich um, seine Augen ein dunkles Meer ohne Tiefe. „Was erwartest du? Wir haben eine Abmachung. "

Eine Abmachung. Ein Wort, das unsere toxische Beziehung definierte. Eine Abmachung, die mich zu seiner heimlichen Geliebten machte, während er öffentlich meine Stiefschwester Gina bevorzugte. Wenn er nur wüsste, dass Gina gar nicht ich bin. Aber er glaubt, Gina hätte ihm das Leben bei einer Firmenentführung gerettet und fühlt sich ihr verpflichtet.

Als er die Tür hinter sich schloss, spürte ich eine Leere, die größer war als der Raum. Der Schmerz, den er mir zufügte, war unerträglich geworden. Ich konnte so nicht weitermachen. In diesem Moment, als ich allein in der Stille seiner Suite zurückblieb, fasste ich den Entschluss, der mein Leben für immer verändern würde. Ich würde heiraten. Ich würde die Hölle verlassen, in die er mich gestoßen hatte.

Ich wählte die Nummer meines Vaters, Karl-Josef. Er war der Grund für so vieles, auch für Magnus' Rache. „Vater ", sagte ich, meine Stimme überraschend fest. „Ich werde die Schönebergs heiraten. Unter einer Bedingung. "

Er prustete am anderen Ende der Leitung. „Was ist, Luana? Ein neues Auto? Ein Jet? Oder hast du endlich kapiert, dass du deine Pflicht tun musst? " Seine Stimme triefte vor Gier, vor der Aussicht, sein angeschlagenes Imperium durch diese Ehe zu retten.

„Ich werde heiraten ", wiederholte ich, ignorierte seine Anspielungen. „Aber nur, wenn deine Schulden bei den Schönebergs damit beglichen sind. Und ich keine Verpflichtungen mehr dir gegenüber habe. "

Ein Moment der Stille. Dann brach ein freudiges Lachen aus ihm heraus. „Ausgezeichnet, mein Mädchen! Das ist die beste Nachricht seit Langem! Endlich ein Funke Vernunft in deinem rebellischen Kopf! " Er sah nur die finanziellen Vorteile, nicht den Preis, den ich zahlen würde.

Nach dem Anruf durchsuchte ich wie besessen Magnus' Suite. Ich suchte nach einer Erklärung, einem Hinweis. Und dann fand ich sie. Sein Handy lagachtlos auf dem Nachttisch. Eine neue Nachricht blinkte auf. Ich öffnete sie.

Sie war von Gina. „Mein Liebster, freust du dich schon auf unser Wiedersehen? Ich warte schon auf dich. Dein Engel. "

Mein Atem stockte. Gina. Sein Engel. Es war, als würde mir jemand das Herz aus der Brust reißen. Die Worte verschwammen vor meinen Augen, aber die Botschaft war kristallklar. Eine kalte Welle der Übelkeit überrollte mich, mein Magen zog sich schmerzhaft zusammen.

Ich erinnerte mich an all die Male, als Magnus mich nach unseren heimlichen Treffen so eilig verlassen hatte. Immer musste er zu „wichtigen Terminen ". Immer war es Gina gewesen. Sie war sein „Engel ", während ich seine heimliche Sünde war.

Ich sah das Datum der Nachricht. Sie war gerade erst eingegangen. Er war nicht zu einem Geschäftstermin geeilt. Er war zu Gina geeilt. Der Kontrast war brutal. Bei mir war er distanziert, geschäftig, fast genervt. Bei ihr war er der „Liebste ", auf den sie sich „freute ".

Ich musste wissen, wohin er ging. Ich musste es mit eigenen Augen sehen.

Ich schlüpfte aus der Suite und folgte ihm mit meinem eigenen Wagen. Mein Herz schlug wie wild, jeder Kilometer war eine Qual. Ich wusste, was ich finden würde, aber ich musste es sehen.

Er fuhr zu Ginas kleiner Wohnung am Elbufer. Ich parkte in einiger Entfernung und sah zu, wie er ausstieg. Erleichterung, ja, fast Zärtlichkeit, lag auf seinem Gesicht, als er die Treppe hinaufging. Gina wartete bereits an der Tür. Sie warf sich ihm in die Arme, und er umarmte sie fest, küsste sie auf die Stirn. Es war ein Bild von Intimität, das er mir nie gezeigt hatte.

Ich spürte, wie sich in mir etwas rührte. Eine Wut, kalt und brennend zugleich. Ich schloss die Augen und ließ die Bilder der Vergangenheit auf mich wirken.

Es hatte vor zwei Jahren begonnen. Mein Vater, Karl-Josef Seifert, hatte Magnus Wessels ins Haus geholt, um die Firma zu „sanieren ". Ich, die rebellische Tochter, sollte „diszipliniert " werden. Mein Vater hatte mich aufgefordert, Magnus bei seiner Arbeit zu unterstützen – in Wahrheit wollte er nur, dass ich mir von ihm Manieren beibringen ließ.

Ich hatte Magnus provoziert, jede seiner Anweisungen in Frage gestellt. Ich wollte ihn zur Weißglut treiben, ihn dazu bringen, seine Fassade zu verlieren. Doch er blieb unerschütterlich. Kühl, berechnend, fast gelangweilt von meinen kindischen Versuchen.

Dann, eines späten Abends, war ich in seinem Büro eingebrochen, um seine Unterlagen zu durchsuchen. Ich hatte gehofft, etwas zu finden, das ihn kompromittierte. Stattdessen hatte er mich erwischt. Er war nicht wütend gewesen. Er war ruhig gewesen, gefährlich ruhig. Er hatte mich gegen die Wand gedrückt, seine Lippen hatten meine gefunden. Und in dieser Nacht hatte alles begonnen. Eine heimliche, toxische Affäre, die mich süchtig gemacht hatte nach jedem seiner Blicke, jeder seiner Berührungen.

Zwei Jahre lang war das so gegangen. Zwei Jahre, in denen ich mich an jeden seiner Befehle klammerte, in der Hoffnung, seine Liebe zu gewinnen. Doch er hatte mich immer wieder zurückgewiesen, immer wieder Gina vorgezogen. Der absolute Bruch kam auf einer Gala. Ein Feuer brach aus. Magnus zögerte keine Sekunde. Er riss Gina in seine Arme und trug sie in Sicherheit. Ich stand da, inmitten der Panik, meine Augen suchten ihn. Er sah mich an, seine Augen kurz leer, dann drehte er sich weg, um Gina zu trösten. Ich war ihm egal gewesen.

Schon eine Woche später hatte ich das erfahren. Gina würde mit ihrer Mutter bei uns einziehen. Mein Vater hatte es entschieden. Magnus hatte es befürwortet. Es war ein Schlag ins Gesicht gewesen, schmerzhafter als jede körperliche Wunde. Und dann war noch die Sache mit dem Diadem gewesen. Das Diadem meiner Mutter, ein Erbstück. Gina hatte es mir in einem Anfall von Bösartigkeit gestohlen und auf ihren Pudel gesetzt. Mein Vater hatte nur gelacht, als ich mich beschwert hatte.

Ich fuhr nach Hause, meine Gedanken rasten. Der Schmerz war so groß, dass ich dachte, ich würde zerbrechen. Ich stellte meinen Vater zur Rede, schrie ihn an, warf ihm seine Kaltblütigkeit vor, seine Missachtung meiner Mutter und meiner Gefühle. „Du hast sie in den Tod getrieben! Und jetzt lässt du zu, dass Gina ihr Andenken schändet! "

Er erhob die Hand und schlug mich. „Du bist eine Schande für diese Familie, Luana! Du bist genau wie deine Mutter! Schwach! Rebellisch! Pack deine Sachen! Du bist nicht länger meine Tochter! "

Ich packte eine kleine Tasche, meine Hände zitterten. Ich ließ mein Elternhaus hinter mir, das einst mein Zuhause gewesen war. Ich hatte kein Ziel, keine Richtung. Ich war allein. Die Nacht war kalt, meine Seele noch kälter. Ich brach zusammen, vergrub mein Gesicht in den Händen und weinte. Ich weinte um meine Mutter, um meine verlorene Liebe, um meine zerbrochene Familie.

Als ich am Morgen erwachte, stand Gina, makellos und strahlend, in der Halle meines Elternhauses. Sie sah mich an, als wäre ich schon ein Geist. Mein Vater lächelte. Ein neues Kapitel des Schmerzes brach an.

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