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Während meine Tochter verbrannte, zündete er ein Feuerwerk für sie an
Während meine Tochter verbrannte, zündete er ein Feuerwerk für sie an

Während meine Tochter verbrannte, zündete er ein Feuerwerk für sie an

64 Kapitel
Abgeschlossen
In der Web Novel "Während meine Tochter verbrannte, zündete er ein Feuerwerk für sie an" stirbt ihr Kind, da der Ehemann das rettende Organ der Tochter seiner Geliebten gibt. Die traumatisierte Mutter reicht die Scheidung ein und schwört Rache. Eine packende mystery story.
Kapitel 1 von Während meine Tochter verbrannte, zündete er ein Feuerwerk für sie an

„Mami, schau mal."

Ceces Stimme war ein dünner Faden, kaum hörbar über dem rhythmischen Zischen des Beatmungsgeräts. Sie zeigte mit einem zerbrechlichen Finger auf den an der Wand montierten Fernseher. Ein Werbespot für Disney World flimmerte über den Bildschirm – leuchtende Farben, sich drehende Teetassen, eine riesige Maus, die von einem Schloss winkte.

Elinors Kehle zog sich zusammen, sie zwang ihre Lippen zu einem Lächeln. Sie griff in die Nachttischschublade und zog eine leicht zerknitterte Papierkrone heraus, so eine, wie man sie von einem Fast-Food-Burgerladen kennt. Sie hatte sie zuvor geglättet und versucht, sie festlich aussehen zu lassen.

„Alles Gute zum Geburtstag, Schatz", sagte Elinor, ihre Stimme brach nur an den Rändern. Sie setzte Cece sanft die Papierkrone auf den Kopf, wobei sie das Gewirr aus Infusionsschläuchen und Monitorleitungen vermied. Das Papier wirkte grell vor dem sterilen Weiß der Krankenhaus-Kissen.

Cece lächelte nicht. Ihre Augen, groß und eingefallen in ihrem blassen Gesicht, blieben auf den Bildschirm gerichtet. Ihre winzigen, kalten Finger fanden Elinor's Hand und umklammerten sie mit einer Stärke, die Elinor überraschte.

„Wann bringt Papa mich zu Mickey?", flüsterte Cece.

Die Frage traf Elinor wie ein körperlicher Schlag in die Brust. Ihre Lungen weigerten sich, sich auszudehnen. Sie starrte ihre Tochter an, auf die Hoffnung, die in diesen müden Augen flackerte, und spürte, wie die Säure der Lügen in ihrem Hals brannte.

„Er ist gerade in einem sehr wichtigen Meeting", sagte Elinor, die Worte schmeckten wie Asche. „Aber sobald er fertig ist, kommt er direkt hierher. Ich verspreche es."

Cece nickte langsam, vertrauensvoll. „Er hat es gesagt."

Der Monitor über dem Bett piepte. Einmal. Zweimal. Dann änderte sich der Rhythmus. Er beschleunigte sich, ein hektisches, unregelmäßiges Tempo, das der plötzlichen Panik entsprach, die an Elinor's Brust kratzte.

Ceces Griff um Elinor's Finger zog sich fest, dann lockerte er sich. Ihre Brust hob sich, ein schreckliches rasselndes Geräusch entwich ihren Lippen. Ihre Haut, bereits blass, nahm einen bläulichen Schimmer um den Mund an.

„Cece?", Elinor beugte sich vor. „Cece, schau mich an!"

Der Monitor stieß einen durchdringenden, kontinuierlichen Schrei aus. Die grüne Linie, die Ceces Herzschlag verfolgte, stürzte ab und flachte zu einer gezackten, hoffnungslosen Linie ab.

„Nein!", Elinor schlug ihre Hand auf den Notrufknopf. Sie drehte sich zur Tür, ihre Stimme riss aus ihrer Kehle. „Hilfe! Jemand soll helfen!"

Die Tür sprang auf. Dr. Evan Cole führte den Notfallwagen an, ein Team von Krankenschwestern wimmelte hinter ihm. Sie bewegten sich mit geübter Geschwindigkeit und schoben Elinor beiseite. Sie stolperte, ihre Hüfte stieß gegen die scharfe Ecke des Tresens, aber sie spürte es nicht. Sie konnte nichts fühlen außer dem Terror, der ihr Blut gefrieren ließ.

Sie presste ihre Hände gegen das kalte Glas des Beobachtungsfensters. Drinnen beugte sich Dr. Cole über Ceces winzigen Körper, seine Hände ineinander verschränkt, und drückte hart auf ihre Brust. Die Papierkrone fiel herunter, zertrampelt unter dem Gerangel der medizinischen Schuhe.

„Komm schon", flüsterte Elinor, ihr Atem beschlug das Glas. „Komm schon, Schatz."

Die Szene im Fernsehen wechselte. Eine Unterhaltungssendung schaltete sich mit einem Sonderbericht ein. „Wir schalten live zum roten Teppich im Peninsula Hotel", verkündete der Moderator aufgeregt, „Mr. Derick hat das gesamte Disneyland für Kianas Geburtstag gebucht!" Blitzlichter zuckten wie Blitze und erhellten den roten Teppich. Derick trat ins Bild, seine große Gestalt makellos in einem maßgeschneiderten Smoking. Er hielt die Hand eines kleinen Mädchens – Kiana. Kamryn Turner ging an seiner anderen Seite, ihr glitzerndes Kleid schmiegte sich an ihre Kurven, ihr Arm war besitzergreifend durch Dericks geschlungen.

Elinors Telefon summte in ihrer Tasche. Sie zog es mit zitternden Händen heraus. Es war eine SMS von Dericks Assistentin, vor einer Stunde gesendet: Mr. Grant ist nicht erreichbar.

Im Zimmer hielt Dr. Cole inne. Er sah die Krankenschwester an. Sie schüttelte den Kopf. Er blickte auf Cece hinab, seine Schultern sanken ein wenig. Er trat zurück und zog seine Handschuhe aus.

Er griff nach dem weißen Laken.

„Nein", hauchte Elinor. Sie schlug gegen das Glas. „Nein! Wagen Sie es nicht!"

Das Laken legte sich über Ceces Gesicht und verdeckte die Papierkrone auf dem Boden.

Ein Laut riss aus Elinor's Kehle – kein Schrei, sondern etwas Animalisches, ein Wehklagen, das den leeren Korridor entlanghallte. Sie schlug ihre Handflächen gegen das Glas, bis sie pochten, aber die Barriere hielt stand.

Die Tür öffnete sich. Dr. Cole kam heraus, sein Gesicht eine Maske professionellen Bedauerns. „Es tut mir leid, Mrs. Grant. Wir haben alles getan, was wir konnten."

Elinors Knie gaben nach. Sie schlug auf den Linoleumboden, der Aufprall erschütterte ihre Knochen. Sie konnte nicht atmen. Die Luft war verschwunden, aus dem Universum gesaugt, und hinterließ nur ein Vakuum, wo einst ihr Herz gewesen war.

Eine Trage rollte an ihr vorbei den Flur entlang. Auf dem Fernsehbildschirm über der Schwesternstation beugte sich Derick herab und drückte Kiana Turner einen sanften Kuss auf die Stirn.

Unzählige brillante Feuerwerke explodierten in der Ferne außerhalb des Fensters in der Luft, gefolgt von einer Reihe von Worten, die am Nachthimmel erschienen——

Alles Gute zum Geburtstag, Kiana Schatz!

Elinor starrte auf den Bildschirm. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, ihre Nägel gruben sich so tief in ihre Handflächen, dass sie die feuchte Wärme von Blut spürte. Die Trauer war da, immens und erdrückend, aber etwas anderes stieg darunter auf. Etwas Kälteres. Schärferes.

Ein Krankenhausseelsorger näherte sich, seine Schritte zögernd. „Mrs. Grant? Haben Sie Vorkehrungen getroffen? Möchten Sie auf Ihren Mann warten?"

„Nein", sagte Elinor. Ihre Stimme war heiser, rau, aber fest. Sie stieß sich vom Boden ab. „Kein Warten. Ich möchte, dass sie eingeäschert wird. Jetzt."

Der Seelsorger blinzelte. „Normalerweise nehmen sich Familien Zeit—"

„Ich sagte jetzt." Elinor's Augen waren trocken, brannten. „Ich werde ihn sie nicht berühren lassen."

Ein paar Stunden später stand sie im Keller des Krematoriums. Die Luft war dick von Hitze und dem Geruch von Industrieschwaden. Milo, der Angestellte, schob die Edelstahltrage zum Retortenofen.

„Ma'am, Sie müssen bestätigen", sagte Milo sanft.

Elinor trat vor. Sie legte Ceces Lieblingsstoffkaninchen – ein abgenutztes, graues Ding, dem ein Auge fehlte – auf das Laken, genau über der Stelle, wo Ceces Brust sein würde.

„Ich liebe dich", flüsterte Elinor. „Es tut mir so leid."

Milo drückte den Knopf. Die schwere Tür glitt auf und enthüllte die brüllenden orangefarbenen Flammen. Die Trage rollte hinein. Die Tür schloss sich mit einem letzten, metallischen Klang.

Elinor stand da und starrte auf die geschlossene Tür, bis die Hitze unerträglich wurde, bis sie spürte, wie sich ihre eigene Haut straffte. Sie rührte sich nicht, bis Milo zurückkam und eine kleine, schwere, versiegelte Schachtel hielt.

„Die Asche", sagte er sanft. „Es tut mir so leid für Ihren Verlust."

Elinor nahm die Schachtel. Sie war noch warm vom Vorgang. Sie klammerte sie an ihre Brust, die scharfen Ecken gruben sich in ihre Rippen. Sie fühlte sich unmöglich klein an. Als sie das Krankenhaus verließ, wählte sie bereits die Nummer des exklusivsten Juweliers der Stadt, ihre Stimme ein kaltes, präzises Flüstern, als sie ein maßgefertigtes silbernes Medaillon in Auftrag gab, das groß genug war, um den kostbaren Staub darin aufzunehmen. Es würde ihre Rüstung sein. Es würde ihre Waffe sein.

Sie trat aus den Krankenhaustüren. Der Himmel hatte sich geöffnet und goss kalten Regen in Strömen auf das Pflaster. Das Wasser durchnässte ihre Kleidung in Sekunden, kühlte sie bis auf die Knochen, aber sie zuckte nicht zusammen. Sie stand auf den Stufen, die Schachtel an ihre Brust geklammert, und blickte zurück auf die leuchtenden Fenster des Krankenhauses.

Die Trauer war immer noch da, aber sie hatte sich kristallisiert. Es war kein weiches, schmerzendes Ding mehr. Es war eine Klinge.

Sie zog ihr Telefon heraus, ihre Finger rutschten auf dem nassen Bildschirm ab. Sie wählte eine Nummer aus dem Gedächtnis.

„Vance & Associates", antwortete eine klare Stimme.

„Hier ist Elinor Grant", sagte sie, der Regen wusch die Tränen von ihrem Gesicht. „Ich möchte die Scheidung einreichen. Heute."

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