Kapitel 1

Emilias Sicht

Ich wusste schon immer, dass man mich hasste. Ich wusste schon immer, dass niemand mich liebte. Ich war immer unerwünscht. Aber das hier war etwas vollkommen anderes.

Ich stand da und ballte die Hände zu Fäusten, während mein Vater, meine Mutter und meine Schwester mich ansahen, als wäre ich nichts anderes als Abfall. Es schien, als würden sie nicht über mein Leben sprechen, sondern als hätte es keinerlei Bedeutung.

„Du solltest uns dankbar sein.“ Die Stimme meines Vaters riss mich aus meinen Gedanken.

Dankbar? Ich konnte mein verächtliches Schnauben kaum unterdrücken, als mein Blick dem meines Vaters begegnete.

„Warum? Warum hasst du mich so sehr?“, flüsterte ich, während sich meine Brust schmerzhaft zusammenzog.

„Ach bitte, hör mit dem Drama auf. Sieh dich doch mal an. Würdest du dich lieben, wenn du du wärst?“, fragte meine Schwester Rosella. Meine Mutter stand neben ihr und kicherte, als fände sie es lustig.

„Ihr schickt mich in den Tod und lacht darüber?“, fragte ich und Wut kochte in meiner Brust.

„Wir schenken dir die Erlösung von deinem erbärmlichen Leben. Du hast dieser Familie nichts als Schande bereitet. Wir tun nur, was das Beste für unsere Familie ist“, sagte schließlich meine Mutter und sah mich voller Verachtung an.

Sie musste es nicht direkt sagen, aber mir war klar, dass ich nie zu dieser Familie gehörte.

„Und was ist mit mir? Was ist das Beste für mich?“, drängte ich.

Mein Vater machte einen bedrohlichen Schritt auf mich zu. „Du undankbare Göre! Du kannst froh sein, dass wir dich überhaupt am Leben gelassen haben. Wie kommst du dazu, uns in Frage zu stellen?!“, donnerte seine Stimme wütend, und in mir riss etwas.

„Ich bin doch eure Tochter! Zweiundzwanzig Jahre lang habt ihr mich nur gehasst! Was habe ich euch jemals angetan?!“, schrie ich wütend und sah es nicht kommen, als seine Hand mit einer harten Ohrfeige in meinem Gesicht landete.

„Wie kannst du so dreist?! Wie kannst du es wagen, deine Stimme gegen mich zu erheben?!“

Meine Augen brannten und mein Mund zitterte, aber ich weigerte mich, die Tränen fließen zu lassen. Ich würde ihnen diese Genugtuung nicht geben!

„Hast du dich mal im Spiegel angesehen? Weißt du, wie widerlich und hässlich du aussiehst?“, höhnte er, während ich nichts tat, als dazustehen und seine Beleidigung hinzunehmen.

„Und ausgerechnet du musst aus meiner Blutlinie stammen, weißt du, wie peinlich das ist?! Und als ob das nicht schon Demütigung genug wäre, hast du nicht mal deine verdammte Wölfin!“

Mein Herz zog sich zusammen. Meine Augen brannten noch stärker, aber ich würde lieber sterben, als die Tränen fließen zu lassen.

„Papa, Papa“, sagte meine Schwester mit dieser übertrieben süßen Stimme, mit der sie alle täuschte, „lass dich nicht von ihr aufregen, sie ist es nicht wert.“ Sie klopfte ihm auf den Rücken, damit er wieder Luft bekam.

Er seufzte und sah sie an, als wäre Rosella sein Universum, und diesen Blick hatte er mir niemals geschenkt. Auch in Zukunft würde er das niemals tun.

„Wenn du nur wie deine Schwester wärst. Rosella ist unser Stolz. Sie ist nicht nur schön, sondern auch stark und talentiert, anders als du“, sagte mein Vater, als er sich von Rosella abwandte. Der stolze Ausdruck, den er eben noch für sie gehabt hatte, schlug in blanken Ekel um, sobald seine Augen mich trafen.

„Du wirst mit den anderen Omegas in den Palast des Königs geschickt, und du kannst absolut nichts dagegen tun.“

„Weißt du was, Emilia, du solltest glücklich sein. Du darfst im Bett des Königs sterben. Das heißt, wenn er dich nicht auf der Stelle umbringt, denn auf keinen Fall wird der Alpha-König eine erbärmliche Versagerin wie dich anfassen wollen.“

„Ihr werdet das alle bereuen“, sagte ich kalt und ballte meine Hände so fest, dass meine Fingernägel blutige Abdrücke in den Handflächen hinterließen.

„Was willst du denn tun? Aus dem Grab kriechen und uns heimsuchen?“, fragte Rosella, und sie brachen alle in Gelächter aus.

Und das sollte meine Familie sein. Sie hatten mich nie wirklich geliebt.

Mein Vater meinte, ich sei eine Schande für diese Familie, denn ich hatte keine Wölfin in mir und war nicht so hübsch wie Rosella.

Also machte er mich zur Strafe zu einem Omega. Ich, die Tochter eines Alphas, war zu einem Omega degradiert!

Ich wurde unsichtbar, in meinem eigenen Rudel wie Abfall behandelt, und mit allen möglichen Namen beschimpft.

„Fett.“

„Hässliches Schwein.“

„Erbärmliche Versagerin.“

Irgendwann fing ich an, ihnen zu glauben.

„Ich werde nicht sterben“, sagte ich plötzlich aus heiterem Himmel, und sie hörten auf zu lachen und drehten sich alle zu mir um.

„Ich werde überleben“, sagte ich entschlossen.

Aber meine Schwester kicherte spöttisch: „Ach bitte, hast du es nicht gehört? Keine Frau verlässt sein Bett lebend.“

Und trotzdem lieferten sie mich ihm aus.

„Aber ich werde überleben“, wiederholte ich erneut, und Entschlossenheit legte sich wie eine Kette um meine Brust.

„Du bist ja irre“, sagte meine Schwester kopfschüttelnd.

„Ihr werdet alle bereuen, was ihr mir angetan habt. Ich werde es euch heimzahlen. Das verspreche ich.“

„Hör mit dem Drama auf und pack deinen Müll zusammen. Du reist heute Nacht mit den anderen ab“, sagte meine Mutter, als wäre es das Normalste auf der Welt.

Rosella grinste höhnisch und sah mir direkt in die Augen: „Du wirst sterben, Emilia. Du wirst sterben.“

Kapitel 2

Die Tür schlug hinter mir ins Schloss und war der endgültige Schlusspunkt meiner Verbannung.

Ich stand im Flur und starrte ausdruckslos auf den rissigen Holzboden zu meinen Füßen. Meine Wange pochte noch von der Ohrfeige meines Vaters, und meine Finger klebten vom Blut, da ich meine Fäuste so fest geballt hatte.

Aber dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem, was ich in meiner Brust fühlte: Verrat, Einsamkeit und Wut, so schneidend, dass sie drohten, mich von innen heraus zu zerfetzen.

Ich schluckte den Schrei hinunter, der mir in der Kehle festsaß, und ging steif in das winzige, kalte Zimmer am Ende des Hauses. Einst war es die Abstellkammer gewesen, bis meine Mutter befand, dass dies mir als der Schande der Familie angemessen sei.

Ich stieß die knarrende Tür auf und blieb im Türrahmen stehen, mein Blick wanderte durch den jämmerlichen Raum, auf den man mich reduziert hatte. Eine dünne Matratze auf dem Boden, eine kaputte Kommode, der ein Bein fehlte, und ein gesprungener Spiegel waren alles, was sich in diesem Zimmer befand.

Sie hatten mir alles gestohlen: meine Würde, meine angeborenen Rechte und meine Zukunft. Aber meine Seele hatten sie noch nicht gestohlen und konnten es nicht.

Ich griff nach dem kleinen Stoffbeutel, den ich neben der Matratze aufbewahrte. Er enthielt ein paar Habseligkeiten: einige Kleidungsstücke, ein altes Buch mit abgenutzten und geknickten Ecken. Ich verstaute alles darin und ignorierte das Zittern meiner Finger.

Die Uhr an der Wand tickte mit jeder Sekunde näher zur Abenddämmerung. Heute Nacht würde ich zum Palast des Alpha-Königs geschickt werden, zusammen mit den anderen Omegas, und wie Vieh zur Schlachtbank geführt.

Alle sagten, dass er verflucht und vom Tod selbst berührt sei, und sein Bett ein Friedhof gebrochener Frauen sei. Aber welche Wahl hatte ich schon?

Meine Brust hob und senkte sich mit tiefen, zittrigen Atemzügen, als ich vor dem gesprungenen Spiegel stand. Mein Spiegelbild starrte mich an, blass und geisterhaft. Meine Augen waren rot umrandet von zu vielen Nächten stillen Weinens. Meine Lippen waren rissig, und der aufblühende blaue Fleck auf meiner Wange stach wie ein scharlachrotes Brandmal hervor.

Doch irgendwo tief in diesem Spiegelbild, sah ich etwas anderes, das sie nicht sahen: das stille Feuer. Ich wischte das Blut von meiner Handfläche und drückte meine Finger gegen das Glas.

„Du wirst überleben“, flüsterte ich mir selbst zu, „du wirst das überleben, selbst wenn es dich umbringt.“

****

Die Fahrt zum Palast fand in einem rostigen schwarzen Lieferwagen statt, der nach nassen Hunden und altem Metall roch. Wir waren insgesamt zu sechst, alle in dasselbe schlichte graue Kleid gekleidet, das unvorteilhaft an unseren Körpern klebte. Wir waren Opfergaben.

Einige der anderen Mädchen erkannte ich aus anderen Rudeln. Manche zitterten vor Angst, während andere versuchten, sie hinter aufgesetztem Mut zu verbergen.

Und ich? Ich blieb stumm. Ich starrte aus dem Fenster und sah zu, wie die Bäume vorbeizogen und der dunkler werdende Himmel die Sonne in langsamen, gierigen Bissen verschlang. Je näher wir dem Palast kamen, desto kälter fühlte sich die Luft an.

Man sagte, dass der Palast des Alpha-Königs in die Flanke der Schwarzen Berge gehauen sei. Man sagte, dass ihn niemals ein Sonnenstrahl berührte und in seinen Mauern niemals Gelächter widerhallte. Man sagte, dass er verflucht war wie der Mann, der über ihn herrschte.

Ich wusste nicht, was mich erwartete. Ich stellte nur eines fest, dass ich nicht dorthin ging, um zu sterben, sondern um zu leben.

Als wir ankamen, hing der Mond hoch und voll am sternenlosen Himmel, wie ein stiller Zeuge. Der Palast ragte vor uns auf, mit schwarzen Steinen und zackigen Türmen, an seinen Mauern rankte Efeu, der eher wie Adern als wie Pflanzen aussah. Ich stieg aus dem Lieferwagen, und mir stockte der Atem. Die Gerüchte waren ihm nicht gerecht geworden, denn er sah aus wie eine Festung, vom Tod selbst erbaut.

An den massiven Eisentoren standen Wachen, ganz in Schwarz gekleidet. Ihre Augen musterten uns desinteressiert, während der Fahrer des Lieferwagens einige Papiere übergab. Es war ohne Zweifel eine Liste. Wir wurden in einer Reihe aufgestellt, inspiziert wie Tiere auf dem Markt.

Eine der Wachen kam die Reihe entlang, die Nase gerümpft, als er uns musterte. Dann blieb er vor mir stehen.

„Name“, bellte er.

„Emilia“, antwortete ich mit fester Stimme.

Er zog eine Augenbraue hoch. „Tochter von?“

Mein Kiefer spannte sich an. „Von Alpha Gregor vom Rotmond-Rudel.“

Das überraschte ihn: „Die Tochter eines Alphas?“

„Nicht mehr“, murmelte ich.

Er musterte mich erneut, und ich sah etwas in seinen Augen aufblitzen. Mitleid oder Neugier? Es war so schnell verschwunden, wie es gekommen war.

„Weiter“, befahl er und deutete auf das Tor.

Wir wurden wie Schafe hineingetrieben.

Im Inneren war der Palast unheimlich still. Die Steinmauern fühlten sich kalt an, die Korridore waren lang und schmal. Die Luft roch nach alter Asche und etwas Metallischem, vielleicht Blut.

In einem engen schwarzen Kleid gekleidet, empfing uns eine Frau in der Haupthalle, mit scharfen Augen und einem noch schärferen Ton: „Ihr müsst schweigen, es sei denn, ihr werdet angesprochen. Ihr dürft nicht über den König sprechen, es sei denn, es wird euch befohlen. Ihr dürft ihm nicht in die Augen sehen.“

Sie schritt vor uns auf und ab wie ein Raubtier. „Wenn ihr gerufen werdet, werdet ihr gehen. Ohne Protest. Ohne Zögern. Wenn ihr schreit, wird niemand kommen.“

Ein anderes Mädchen links von mir wimmerte. Und der Blick der Frau schnellte zu ihr. „Stellt die Gnade des Königs nicht auf die Probe. Es gibt keine.“

Sie wandte sich uns ganz zu: „Ihr werdet jetzt in eure Quartiere gebracht. Eine von euch wird heute Nacht gerufen werden.“

Es wurde still, während sie auf und ab ging und jede von uns ansah, als würde sie entscheiden, wer heute Nacht zur Schlachtbank geführt werden sollte. Schließlich blieb ihr Blick an mir hängen.

Ich zuckte nicht zusammen.

Ihre Lippen verzogen sich zu etwas, das nicht ganz ein Lächeln war: „Nehmt sie als Erste.“

Kapitel 3

Maximus' Sicht

Sie alle kannten die Konsequenzen und kamen dennoch stets aufs Neue, manche als Opfergabe und andere freiwillig.

Doch egal ob geopfert oder freiwillig, sie alle ereilte dasselbe Schicksal, der Tod. Mein Bett war ihr Todesurteil, an dem noch keine Frau stark genug war, um zu überleben.

Das war mein Fluch, mein Dämon in mir. Ich war ein Monster, und zwar der mächtigste und gefürchtetste Alpha-König in der Geschichte.

Gnade wurde ein Wort, das in meiner Welt schon vor langer Zeit gestorben war, begraben unter den Schreien der Frauen mit dreisten Gedanken, dass sie mich heilen könnten.

Ich lebte schon längst mit diesem Fluch, solange ich denken konnte. Ich hatte versucht, diese Bestie zu zähmen und zu unterdrücken, doch nur vergebens. Keine Frau war bisher in der Lage, zu überleben oder meinen Fluch zu brechen.

Alphas, die sich bei mir einschmeicheln wollten, schickten mir Dutzende von Frauen, in der Hoffnung, dass die Heilung für mich aus ihrem Rudel käme. Manche waren Jungfrauen, weil sie glaubten, dass Reinheit die Heilung sein könnte. Doch das reizte die Bestie in mir nur umso mehr und machte sie nur noch gieriger nach ihrer Unschuld.

Ich hatte die Mondgöttin angefleht, mich von diesem Leiden zu befreien. Ich hatte in die Nacht geheult, Wälder zerfetzt und Streuner mit bloßen Händen abgeschlachtet, um das Feuer zu besänftigen, das jedes Mal in meinem Blut brannte, wenn ich eine Frau berührte.

Doch die Bestie war niemals satt, nicht von Fleisch oder Blut, und nicht einmal von dem Tod. Mein Wolf, oder ein Teil von ihm, glich nicht anderen Wölfen, reagierte nicht auf Logik oder Loyalität und beschützte mich nicht, sondern verschlang mich. Und ich ließ ihn gewähren. Denn andernfalls würde er sich auch gegen mich wenden.

Ich stand vor dem Fenster und starrte den Vollmond an, der mich ob meiner Lage zu verhöhnen schien. Das Geräusch der sich öffnenden Kammertür riss mich aus meinen Gedanken, doch ich drehte mich nicht um.

„Eure Majestät“, drang die Stimme meines Betas an mein Ohr.

„Was ist los?“, fragte ich, ohne mich zu ihm umzudrehen.

„Wir haben die Frauen für heute Nacht vorbereitet“, sagte er.

Ich konnte mir ein verächtliches Schnauben nicht verkneifen: Eine weitere Leiche für die Liste. Warum waren sie alle so dumm? Wann konnten sie endlich begreifen, dass keine von ihnen mir helfen könnte?

„Schick sie rein“, sagte ich und drehte mich langsam zu ihm um, „wir wissen, wie das enden wird.“

Er schwieg, wohl wissend, dass dies eine Wahrheit war, die keiner von uns leugnen konnte. Er verbeugte sich ehrerbietig, bevor er durch die Tür verschwand, und ich blieb wartend stehen. Ich hatte meine Kleider bereits abgelegt und trug nur ein Handtuch, das um meine Hüften geschlungen war.

Minuten später kehrte er mit einer Frau zurück, mit kurzem braunem Haar und zitternd, als wäre sie in die Höhle des Löwen zitiert worden. Und vielleicht war sie das auch.

Ohne ein weiteres Wort ging mein Beta Lucien hinaus. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, und das Geräusch hallte durch den Raum wie ein letzter Trommelschlag vor einer Hinrichtung.

Die Frau hielt den Kopf gesenkt. Ihr Herz schlug so schnell und ihre Angst lag dick in der Luft. Wie erbärmlich.

Ich trat ins Licht, und der Kopf der Frau hob sich, nur um sofort wieder nach unten zu schnellen, als hätte sie gerade den größten Fehler ihres Lebens begangen.

Ohne eine Sekunde zu zögern, ließ ich das Handtuch fallen. Ein Keuchen folgte, und dann geschahen das unvermeidliche Flehen sowie Schreien.

„Bitte! Bitte! Ich will nicht sterben ... Ich kann nicht, bitte!“ Die Frau schrie, und das Geräusch ging mir auf die Nerven, was die Bestie in mir vor Wut aufbrüllen ließ, während ich meine Hände fest zu Fäusten ballte.

„Du wurdest mir angeboten“, spuckte ich aus, und die Frau fiel auf die Knie, und flehte mit tränenüberströmtem Gesicht und zitternden Schultern um ihr Leben.

„Bitte, bitte, ich will wirklich nicht sterben!“, schrie und flehte sie weiter.

Meine Krallen fuhren aus, und ich war nur Sekunden davon entfernt, sie in Stücke zu reißen. „Lucien! Schafft sie mir aus den Augen!“, knurrte ich.

Sofort wurde die Tür aufgerissen. Lucien stürzte herein und zerrte die Frau mit sich, die weiter schrie und flehte. Bis die Tür wieder ins Schloss fiel und ihre Schreie noch von draußen nachhallten.

Ich riss das Handtuch vom Boden und schlang es mir um die Hüften, während sich mein Brustkorb in unkontrollierbarer Wut hob und senkte, wobei meine Bestie in mir kratzte, um freigelassen zu werden. Ich lehnte den Kopf an die Wand und atmete schwer, als ich hörte, wie sich die Tür öffnete.

„Lucien, es reicht!“

„Ich kann Euch helfen, mein König“, drang eine sanfte und verführerische Stimme an mein Ohr, und ich wirbelte herum, nur um einem grünäugigen Mädchen mit blondem Haar gegenüberzustehen. Sie hatte diesen zuversichtlichen Blick in den Augen. Aber diesen Blick hatte ich schon zu oft gesehen und erinnerte mich, wie es immer geendet hatte.

„Ich habe jene schlechte Verliererin schreien gehört. Ich bin nicht wie sie“, flüsterte sie, während sie den Umhang, der ihren Körper bedeckte, zu Boden gleiten ließ.

Ich konnte nichts dagegen tun, denn ihr völlig nackter Anblick rührte etwas in mir. Mein Schwanz wurde sofort hart, und meine Bestie brüllte vor Hunger. Ihre Brüste hatten genau die richtige Größe, und ihr Bauch war flach und frisch rasiert, bei dem Anblick lief mir das Wasser im Mund zusammen.

Sie machte langsame Schritte auf mich zu, ihre Hüften schwangen verführerisch, bis sie vor mir stehen blieb. Dann rieben ihre Hände über meine Brust, während sie flüsterte: „Lass mich dir zeigen, wie es sich anfühlt, eine echte Frau zu haben.“ Zugleich griff ihre Hand nach dem Handtuch, aber meine Hand hielt sie auf.

„Hast du keine Angst zu sterben?“, fragte ich mit kalter Stimme und starrte in ihre Augen, die von Zuversicht und Mut erfüllt waren. Entweder war sie dumm oder selbstmordgefährdet.

„Nein. Ich werde nicht sterben. Ich bin die Frau, die das beenden wird“, flüsterte sie, küsste meine Brust, und ich stöhnte auf.

„Lass mich“, flüsterte sie, bevor sie schließlich an meinem Handtuch zerrte und es herunterfiel. Mein Körper stand in Flammen, und es fühlte sich an, als würde all das Blut in meinem Körper direkt in meinen Schwanz schießen. Sie küsste weiter meine Brust, ihre Hand schlängelte sich an meinem Körper hinab, bis sie meinen Schwanz umfasste. Dann erstarrte sie, als ihr Blick nach unten fiel.

„Das ist so verdammt groß! Wie soll das nur passen?!“, keuchte sie und taumelte schnell zurück. Bevor ich antworten konnte, verdrehten sich ihre Augen nach hinten, und sie wurde auf dem Boden ohnmächtig.

Ich knurrte und wandte mich von der Frau ab, denn mir war, als sähe ich plötzlich nichts als Rot.

„Lucien!“, dröhnte meine Stimme, als die Türen erneut aufgerissen wurden und Lucien hereinstürzte.

„Eure Majestät?“

„Lass noch eine einzige Frau in mein Zimmer, und sie wird es nicht bis zu meinem Bett schaffen, bevor sie stirbt.“

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