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Die geheimen Milliardärszwillinge des Geisterchirurgen
Die geheimen Milliardärszwillinge des Geisterchirurgen

Die geheimen Milliardärszwillinge des Geisterchirurgen

68 Kapitel
Abgeschlossen
In der Web Novel 'Die geheimen Milliardärszwillinge des Geisterchirurgen' kehrt die verratene Adelia als legendäre Chirurgin zurück, um ihr Imperium zu retten. Diese Romance Novel zwingt sie, den ahnungslosen Vater ihrer Zwillinge blutend auf dem OP-Tisch zu konfrontieren.
Kapitel 1 von Die geheimen Milliardärszwillinge des Geisterchirurgen

Der Bass aus den Lautsprechern des Ballsaals vibrierte durch die Sohlen von Adelias Absätzen, wanderte ihre Beine hinauf, bis er sich als dumpfer Schmerz in ihrem Magen festsetzte.

Sie stellte das halb leere Champagnerglas auf das Tablett eines vorbeigehenden Kellners. Ihre Finger zitterten.

Etwas stimmte nicht.

Die Kristalllüster über dem Bankettsaal mit Meerblick in Manhattan verschwammen zu Schlieren aus blendend weißem Licht. Eine plötzliche, unnatürliche Hitze flammte unter ihrer Haut auf, beginnend an ihrer Brust und sich schnell bis zu ihren Fingerspitzen ausbreitend. Ihre Lungen fühlten sich eng an, kämpften darum, die stark parfümierte Luft des Raumes einzuatmen.

Sie brauchte Greggory.

Adelia drängte sich durch die Menge aus Seidenroben und maßgeschneiderten Smokings, ihre Sicht verschwamm. Sie rieb sich das Schlüsselbein, eine nervöse Angewohnheit, aber ihre Haut fühlte sich zu heiß an. Sie scannte den Raum, verzweifelt auf der Suche nach dem vertrauten Gesicht ihres Verlobten, doch die Gesichter um sie herum verschwammen zu einem schwindelerregenden Farbfleck.

„Adelia? Du siehst blass aus."

Bonnys Stimme durchdrang das Klingeln in Adelias Ohren. Ihre Stiefschwester trat in ihr Blickfeld, ihre manikürten Finger bedeckten sanft ihren Mund in einer bildschönen Darstellung von Besorgnis.

„Ich fühle mich, als würde ich bei lebendigem Leibe verbrennen", würgte Adelia hervor, ihre Knie knickten leicht ein. „Was hast du in mein Getränk getan?"

Bonnys Augen zuckten – nur für einen Bruchteil einer Sekunde – mit etwas Dunklem und Wildem. Dann schnappte die Maske wieder zu. „Sei nicht so dramatisch, Schwester. Du hast zu viel Champagner getrunken." Sie griff in ihre Pailletten-Clutch und drückte Adelia ein glattes Stück Plastik in die verschwitzte Handfläche. „Er wartet oben auf dich. Suite 1703. Er hat gesehen, dass du müde aussiehst. Geh dich ausruhen, Adelia. Ich kümmere mich hier unten um alles."

Adelia umklammerte die Schlüsselkarte wie einen Rettungsanker. Das Plastik grub sich in ihre Haut.

„Danke", hauchte sie, ihre Beine bleischwer, als sie zu den Aufzügen stolperte.

Als die polierten Messingtüren sich schlossen, lehnte Adelia ihre fiebrige Wange an die kühle Metallwand. Durch den sich verengenden Spalt erhaschte sie einen Blick auf Bonnys Gesicht. Die Besorgnis war verschwunden. Bonnys Lippen waren zu einem scharfen, eisigen Grinsen gekräuselt – und sie zählte an ihren Fingern herunter. Drei. Zwei. Eins.

Die Aufzugsfahrt war ein Schleier aus aufsteigender Übelkeit.

Als Adelia die Karte durchzog und die schwere Eichentür von Suite 1703 aufstieß, war der Raum stockfinster. Das einzige Licht kam vom schwachen Glühen der Manhattaner Skyline, das durch die bodentiefen Fenster drang.

Die Droge in ihren Adern erreichte ihren Höhepunkt.

Ihre Beine versagten völlig. Sie brach auf den dicken Teppich zusammen, ihr Atem kam in flachen, keuchenden Zügen. Die Hitze in ihr war unerträglich, schmolz ihre rationalen Gedanken zu einem ursprünglichen, schmerzenden Bedürfnis.

Plötzlich packte eine Hand ihren Oberarm.

Der Griff war glühend heiß und schmerzhaft stark. Bevor sie schreien konnte, wurde sie hochgezogen. Ihr Gesicht prallte gegen eine feste, muskulöse Brust.

Ein schwerer Duft drang in ihre Sinne – scharfes Zedernholz gemischt mit dem dunklen, bitteren Geruch von Tabak. Es war nicht Greggorys Kölnischwasser, aber ihr drogenbenebeltes Gehirn konnte die Diskrepanz nicht verarbeiten.

„Bitte...", flüsterte sie in die Dunkelheit, ihre Stimme ein gebrochenes Flehen.

Der massive Körper gegen sie wurde völlig steif. Der Atem des Mannes war genauso keuchend wie ihrer. Für einen Bruchteil einer Sekunde lockerte sich sein Griff, ein Zögern hing in der dunklen Luft.

Dann verfingen sich seine Finger in ihren Haaren, neigten ihr Gesicht nach oben. „Wer zum Teufel bist du?", knurrte er, seine Stimme ein dunkles, gequältes Krächzen.

Adelia konnte nicht antworten. Die Droge hatte ihr die Stimme geraubt. Aber ihr Körper wölbte sich ihm entgegen und verriet sie.

Ein tiefes Stöhnen grollte in seiner Brust. Die Droge hatte auch ihn erwischt.

Er stieß sie rückwärts. Die Kniekehlen trafen den Rand der Matratze, und sie fielen zusammen in die Dunkelheit. Die Vernunft verdampfte, ersetzt durch die gewaltsamen, erstickenden Forderungen ihrer beeinträchtigten Körper.

Irgendwo im Nebel, kurz bevor sie das Bewusstsein verlor, hörte Adelia ihn an ihr Ohr flüstern: „Ich werde dich finden."

Das grelle Morgenlicht stach durch den Spalt in den Vorhängen.

Adelia erwachte mit einem heftigen Zucken. Ihr ganzer Körper schmerzte, eine tiefe Wundheit setzte sich in ihren Knochen fest. Sie streckte die Hand aus, ihre Hand strich über die zerknitterten, leeren Laken neben ihr.

Der Mann war verschwunden. Der Zedern- und Tabakduft hing noch auf den Kissen, dicht und verwirrend.

Aber etwas war anders. Auf dem Kissen neben ihr, unter der Falte des Lakens versteckt, lag ein einzelner schwarzer Manschettenknopf. Graviert mit einem Wappen, das sie nicht erkannte. Ein gekrönter, aufrechter Löwe.

Bevor sie sich überhaupt aufsetzen konnte, zerriss ein ohrenbetäubender Knall die Stille.

Die schwere Suiten-Tür wurde aufgetreten und schlug mit einer Wucht gegen die Wand, die die Dielen erzittern ließ.

„Holt alles!", brüllte eine Stimme.

Greggory stürmte ins Zimmer. Hinter ihm drängten sich drei Boulevardreporter herein und hielten riesige Kameras hoch.

Das schnelle Klicken der Auslöser klang wie Maschinengewehrfeuer. Blendende Blitze weißen Lichts explodierten im Raum und fingen Adelias nackte Schultern und das chaotische Durcheinander der Bettlaken ein.

Adelia schrie, ihre Stimmbänder rissen, als sie rückwärts krabbelte und die schwere Bettdecke bis zum Kinn zog. Ihr Herz hämmerte heftig gegen ihre Rippen.

„Greggory! Was tust du?!", schluchzte sie, ihre Brust hob und senkte sich.

Greggory marschierte zum Fußende des Bettes. Sein Gesicht war vor Abscheu verzerrt. Er zog einen dicken Stapel Papiere aus seiner Jacke – ihre ehevertragliche Sittenklausel – und schleuderte ihn direkt auf ihr Gesicht. Die scharfen Kanten des Papiers schnitten über ihre Wange, als sie sich über das Bett verteilten.

„Du ekelst mich an", rief Greggory und stellte sicher, dass seine Stimme die Reporter erreichte. „Unser Abkommen so zu verletzen. Du bist eine ekelhafte, untreue Hure!"

„Nein!", schrie Adelia, ihre Kehle rau. „Du hast mich hierhergeschickt! Bonny hat mir den Schlüssel gegeben! Sie sagte, du würdest auf mich warten!"

Greggory stieß ein hartes, bellendes Lachen aus. Er richtete seine teure Seidenkrawatte, seine Augen kalt. „Warum sollte ich dich in das Zimmer eines anderen Mannes schicken? Du riechst nach ihm. Und sieh mal –" er griff hinunter und schnappte sich den schwarzen Manschettenknopf vom Kissen, hielt ihn den Kameras entgegen, „– er hat dir sogar ein Souvenir hinterlassen. Stilvoll."

Adelias Blut gefror. Er hatte den Manschettenknopf gefunden. Nun würde er als Beweismittel gegen sie verwendet werden.

„Ich war die ganze Nacht unten in der VIP-Lounge mit den Vorstandsmitgliedern der Wall Street. Sie können alle für mich bürgen."

Die Menge an der Tür verschob sich, und Bonny drängte sich nach vorne. Sie keuchte, ihre manikürten Finger flogen, um ihren Mund zu bedecken. Ihre Augen waren weit aufgerissen vor perfekt einstudiertem Entsetzen.

„Adelia!", jammerte Bonny laut. „Wie konntest du nur? Wie konntest du den Ruf unserer Familie nur für einen billigen Nervenkitzel ruinieren?"

Adelia erstarrte. Die Tränen, die ihr über das Gesicht liefen, wurden eiskalt.

Sie starrte in Bonnys Augen. Unter den falschen Tränen waren Bonnys Pupillen vor reinem, unverfälschtem Triumph geweitet.

Ihr Magen zog sich zusammen. Die Luft entwich ihren Lungen in einem heftigen Stoß. Sie war nicht nur verraten worden; sie war geschlachtet worden.

„Die Verlobung ist beendet", verkündete Greggory den blitzenden Kameras. „Und ich werde von der Familie Compton volle Entschädigung für diese öffentliche Demütigung fordern."

Er drehte sich auf dem Absatz um und ging hinaus. Bonny folgte ihm und warf einen letzten siegreichen Blick über ihre Schulter.

Die Reporter stürmten vorwärts und drängten Adelia in die Ecke des Bettes. Sie schoben Mikrofone an ihr Gesicht, riefen abscheuliche, erniedrigende Fragen, die ihre atemlosen Schluchzer übertönten.

Als die Reporter vorstürmten, schloss sich Adelias Hand um den leeren Raum, wo der Manschettenknopf gewesen war. Sie hatten ihn genommen. Aber sie hatte das Wappen gesehen. Sie würde sich erinnern.

Und sie würde jeden einzelnen von ihnen dafür bezahlen lassen.

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