Kapitel 3

Elena POV:

Mein Rücken knallte gegen einen schweren Holzschrank, der mit Gläsern voller Kräuter gefüllt war. Schmerz explodierte entlang meiner Wirbelsäule, scharf und blendend. Für einen Omega wie mich war die Stärke eines Betas überwältigend. Ich sackte zu Boden, die Luft aus meinen Lungen gepresst.

„Wer ist hier der Wahnsinnige?“, keuchte ich und stemmte mich hoch, mein Körper schrie vor Protest. „Du! Du bist derjenige, der den Verstand verloren hat!“

Meine Stimme stieg zu einem hysterischen Kreischen an. „Du hast mir einen Eid vor der Mondgöttin geschworen! Du hast mich allein gelassen, einen bloßen Omega, um dem Urteil des Alpha-Königs und dem Gelächter von zwei Rudeln gegenüberzustehen!“

„Wann bist du so unvernünftig geworden?“, schoss Bastian zurück, sein Gesicht vor Wut verzerrt. „So warst du nie!“

„Ich wurde auch noch nie öffentlich gedemütigt!“, schrie ich.

„Die Zeremonie kann verschoben werden!“, argumentierte er und gestikulierte wild zu Marina, die jetzt in ihre Hände schluchzte. „Mein Ruf kann eine Verzögerung verkraften. Ihr Leben nicht! Sie wäre tot, wenn ich nicht gekommen wäre!“

Ich stieß ein bitteres, gebrochenes Lachen aus. Das Geräusch war hässlich, voller Verzweiflung. Der billige Trick einer Heimatlosen, und er war voll darauf hereingefallen. Er hatte meine Ehre für eine Lüge eingetauscht.

In diesem Moment starb der letzte Rest Liebe, den ich für ihn empfunden hatte. Er verdorrte und wurde zu Asche in meiner Brust. Ein Mann, der die Würde seiner eigenen Gefährtin nicht schützen konnte, verdiente überhaupt keine Gefährtin.

Eine seltsame Ruhe überkam mich. Ich stand aufrecht, ignorierte den pochenden Schmerz in meinem Rücken. Ich sah ihm direkt in die Augen, meine Stimme eben und eiskalt.

„Bastian, unsere Verlobung ist offiziell beendet.“

Ich drehte mich um und ging zur Tür, ohne zurückzublicken. Ich würde ihm keine weitere Sekunde meines Lebens schenken.

Als ich die Türschwelle erreichte, hörte ich Marinas kränklich süße Stimme. „Bastian, du solltest ihr nachgehen ...“

Und dann seine Antwort, triefend vor Arroganz und Verachtung.

„Lass sie gehen. Sie ist nur ein Omega. In ein paar Tagen kommt sie weinend zu mir zurückgekrochen.“

Jetzt die ganze Geschichte lesen
Unterstütze den Autor und inspiriere weitere tolle Geschichten von Moboreader
Alle Kapitel freischalten

Der Beta lehnte mich ab, also beanspruchte ich seinen König.

Kapitel 3
Kapitel
Anpassen
Nächstes Kapitel