Kapitel 1

Der Griff der Plastiktüte grub sich in Francescas Handfläche und schnürte die Blutzufuhr zu ihren Fingern ab.

Sie verlagerte das Gewicht des Essenbehälters.

Scharfe Thunfisch-Rollen. Julians Lieblingsessen.

Sie passte ihren Griff um die Schlüsselkarte an; das Plastik war kühl und glatt an ihrem schwitzenden Daumen.

Sie sollte nicht nervös sein.

Das war ihr Verlobter.

Sie zog die Karte durch.

Das Schloss klickte. Das Geräusch war zu laut in dem gedämpften, mit Teppich ausgelegten Flur des Faulkner Hotels.

Sie stieß die Tür auf.

Ein einzelner Stiletto mit roter Sohle lag auf der Seite im marmornen Eingangsbereich.

Francesca hielt inne.

Sie starrte auf den Schuh.

Sie kannte diesen Schuh.

Sie hatte Lila letzte Woche bei Saks dabei zugesehen, wie sie ihn anprobierte. Sie hatte Lila gesagt, dass ihre Beine darin meilenlang aussahen.

Ein Lachen drang aus dem Schlafzimmer.

Es war ein hohes, perlendes Geräusch. Ein Geräusch, das Francesca seit zehn Jahren bei Mimosas zum Brunch gehört hatte.

Dann kam ein tieferes Geräusch. Ein schweres, rhythmisches Stöhnen.

Julian.

Francesca rührte sich nicht. Ihre Füße fühlten sich an, als wären sie an die Dielen genagelt.

Die Sushi-Tüte knisterte.

Das Geräusch war winzig, aber in der Stille ihres eigenen, zerbrechenden Lebens klang es wie ein Pistolenschuss.

Sie machte einen Schritt nach vorn. Sie musste es sehen.

Die Schlafzimmertür war einen Spaltbreit geöffnet.

Durch den Spalt sah sie Haut. Gebräunte Haut auf weißen Laken.

Julians Rücken war durchgebogen.

Lila lag unter ihm. Ihr Kopf war zurückgeworfen.

Lilas Augen öffneten sich.

Sie lächelte.

Es war ein kleines, grausames Kräuseln ihrer Lippen.

Dann schlang sie ihre Beine fester um Julians Taille und stieß ein lautes, theatralisches Stöhnen aus.

Francesca spürte, wie die Galle in ihrer Kehle hochstieg. Sie schmeckte nach Säure und Verrat.

Sie schrie nicht. Sie konnte nicht.

Ihre Hand zitterte, als sie in ihre Handtasche griff.

Sie zog ihr Handy heraus.

Sie hob es an.

Die Kamera stellte scharf.

Zehn Sekunden.

Sie nahm Julians durchgebogenen Rücken auf. Den Triumph in Lilas Augen. Die Art, wie das Kopfteil des Bettes gegen die Wand schlug.

Julian begann, seinen Kopf zu drehen.

Francesca wirbelte herum.

Sie rannte.

Sie spürte nicht, wie ihre Füße auf den Teppich trafen. Sie hörte nur das Blut in ihren Ohren rauschen, das das Klingeln des Aufzugs übertönte.

Sie hämmerte auf den Knopf für die Lobby.

Dann änderte sie ihre Meinung.

Sie drückte den Knopf für das Dach.

Sie brauchte Luft. Sie brauchte Wodka.

Dreißig Minuten später brannte der Wodka ein Loch in ihren leeren Magen.

Ihr Handy summte auf dem Bartresen.

Julian: Wo bist du, Babe? Habe dich beim Abendessen vermisst.

Francesca starrte auf den Bildschirm, bis die Buchstaben verschwammen.

Sie schnappte sich ihre Handtasche. Sie konnte nicht nach Hause gehen. Ihre Stiefmutter wäre dort und würde nach den Hochzeitsvorbereitungen fragen.

Sie wühlte in ihrer Tasche und ihre Finger streiften eine harte Plastikkarte.

Die Faulkner Platinum-Zugangskarte. Ein Relikt aus dem letzten Joint Venture ihres Vaters mit deren Hotelgruppe. Sie verschaffte ihr Zugang zu jeder unbesetzten Suite.

Sie hatte sie für Notfälle aufbewahrt.

Sie öffnete die medizinische Suite auf der Penthouse-Etage.

Die Suite, die für Grafton Faulkner reserviert war.

Julians verkrüppelter, verstoßener Bruder.

Er sollte erst morgen ankommen.

Das Zimmer wäre leer. Dunkel. Still.

Francesca stolperte in den Aufzug.

Sie zog die Karte durch.

Die Penthouse-Tür öffnete sich in die Dunkelheit.

Die Luft drinnen roch nach Zeder und Antiseptikum.

Sie streifte ihre High Heels ab.

Sie ging ins Wohnzimmer, wo der weiche Teppich ihre Schritte verschluckte.

„Faulkner-Männer", flüsterte sie in die Dunkelheit. „Ihr verdient es alle, zu verrotten."

Klick.

Eine Flamme loderte auf.

Sie war klein, orange und furchteinflößend.

Sie erleuchtete ein Gesicht.

Markante Wangenknochen. Dichte Augenbrauen. Augen, die wie schwarzes Glas aussahen.

Francesca schnappte nach Luft. Sie machte einen Schritt zurück und stolperte über ihre eigenen Füße.

Sie schlug hart auf dem Boden auf.

Der Mann saß in einem Rollstuhl am Fenster.

Grafton Faulkner.

Er sah ihr beim Fallen zu. Er rührte sich nicht, um zu helfen.

„Ich ... ich dachte, es wäre leer", stammelte sie. Sie versuchte, sich aufzurichten. Ihre Arme fühlten sich an wie Gummi.

„Raus hier", sagte er. Seine Stimme war wie Schotter und Rauch.

„Ich gehe ja schon", sagte sie. Sie versuchte aufzustehen. Sie scheiterte.

Sie schloss die Augen und wartete auf die Beleidigung. Wartete darauf, dass er die Security rufen würde.

Sie hörte Schritte.

Schwer. Rhythmisch. Selbstbewusst.

Nicht das Surren von Rädern.

Schritte.

Francesca öffnete die Augen.

Der Rollstuhl war leer.

Grafton Faulkner stand über ihr.

Er war groß. Über eins achtzig.

Er stützte sich auf nichts. Seine Beine waren stark, sein Stand war fest.

Er sah aus wie ein Raubtier, das eine Falle inspiziert.

Francescas Gehirn setzte aus. „Du ... du kannst gehen."

Grafton ging in die Hocke.

Er sah nicht wie ein Krüppel aus. Er sah aus wie eine Waffe.

Er streckte die Hand aus. Seine Finger waren lang und kalt.

Er packte ihr Kinn. Er zwang sie, ihn anzusehen.

„Du hast etwas gesehen, das du nicht hättest sehen sollen, Francesca."

Sein Daumen drückte gegen ihren Kieferknochen. Es tat weh.

„Nenn mir einen Grund", flüsterte er, „warum ich dich nicht sofort von diesem Balkon werfen sollte."

Francesca sah ihn an.

Sie sah die Gefahr in seinen Augen.

Aber sie sah auch Macht.

Sie dachte an Julian. Sie dachte an Lilas Lächeln.

Eine verrückte, verzweifelte Idee kämpfte sich in ihrer Kehle nach oben.

Sie griff nach oben. Sie packte sein Handgelenk.

„Hilf mir, Julian zu zerstören", krächzte sie.

Grafton blinzelte.

Die Gewalt in seinen Augen wich und wurde durch etwas Kälteres ersetzt. Etwas wie Belustigung.

„Interessant", sagte er.

Er stand auf und zog sie mühelos mit sich hoch.

Er ließ ihren Arm nicht los.

„Zeig mir, was du wert bist", sagte er.

Er hob sie hoch.

Er trug sie in Richtung Schlafzimmer. Er hinkte nicht. Nicht einmal ein bisschen.

Kapitel 2

Das Sonnenlicht traf Francescas Augenlider wie ein körperlicher Schlag.

Sie stöhnte. Ihr Kopf pochte im Takt ihres Herzschlags.

Sie rollte sich auf die andere Seite. Die Laken waren aus Seide, kühl und teuer.

Die Erinnerung brach über sie herein.

Das Sushi. Die Schuhe. Das Video.

Das Penthouse.

Grafton.

Sie setzte sich auf und presste das Laken an ihre Brust. Eine Welle kalter Furcht überkam sie, als sie bemerkte, dass sie nackt war. Ihre Gedanken rasten, eine chaotische Diashow der vergangenen Nacht. Er hatte sie hier hereingetragen, sie aufs Bett geworfen ... und dann? Sie musterte panisch ihren eigenen Körper, ihre Hände zitterten. Da war kein Schmerz, keine blauen Flecken, keine Spur eines Übergriffs. Ihre Kleidung lag ordentlich gefaltet auf dem Sessel in der Ecke. Er hatte sie entkleidet, aber er hatte sie nicht berührt. Es war kein Übergriff. Es war eine Aussage. Eine Machtdemonstration.

Die Badezimmertür öffnete sich.

Dampf quoll heraus.

Grafton kam heraus.

Er hatte ein Handtuch tief um seine Hüften geschlungen. Wassertropfen liefen über eine Brust, die von harten, funktionalen Muskeln definiert war.

Er ging zu dem Rollstuhl, der neben der Kommode geparkt war.

Er setzte sich.

Seine Haltung änderte sich augenblicklich. Seine Schultern fielen leicht ein. Seine Beine erschlafften.

Es war eine erschreckende Verwandlung.

Er sah sie an. „Der Kaffee steht an der Bar."

Francesca errötete. „Letzte Nacht ... was du getan hast ... war ein Fehler."

Grafton rollte mit dem Stuhl auf das Bett zu. Der Motor summte leise.

„Welcher Teil?", fragte er. „Von dem Bruder deines Verlobten entdeckt zu werden? Oder herauszufinden, dass ich kein Krüppel bin?"

„Beides", sagte sie. Ihre Stimme zitterte. „Ich gehe jetzt. Ich werde nichts sagen. Lass mich einfach gehen."

Grafton griff nach einer Mappe auf dem Nachttisch.

Er warf sie aufs Bett. Sie landete neben ihrer Hüfte.

„Unterschreib."

Francesca öffnete die Mappe.

Es war eine Verschwiegenheitserklärung. Und ein Zusatz zu einem Ehevertrag.

Sie überflog das Juristendeutsch. Ihre Augen weiteten sich.

„Das hattest du schon vorbereitet", flüsterte sie. „Du willst die Stimmrechte. Du willst die Pearson-Aktien durch mich kontrollieren."

„Julian ist ein Idiot", sagte Grafton. Er nahm ein Tablet in die Hand. „Er wird die Firma deines Vaters in sechs Monaten in den Bankrott treiben."

„Ich werde dir nicht helfen, das Erbe meiner Familie zu stehlen", sagte sie. Sie warf die Mappe zurück.

Grafton zuckte nicht mit der Wimper. Er tippte auf den Bildschirm seines Tablets.

Er drehte es zu ihr.

Es war ein Video von der Überwachungskamera des Hotels.

Es zeigte den Flur vor diesem Zimmer. Es zeigte, wie Francesca hineinstolperte.

Dann schnitt es zur Innenansicht.

Es zeigte, wie sie sein Handgelenk packte. Es zeigte, wie sie ihn zu einem Kuss herunterzog.

„Du hast angefangen", sagte Grafton ruhig. „Wenn Julian das sieht, ist die Hochzeit geplatzt."

Er hielt inne.

„Und wenn die Hochzeit platzt, wer bezahlt dann das Pflegeheim deiner Mutter?"

Francesca spürte, wie ihr das Blut aus dem Gesicht wich.

Er wusste es.

Er wusste von dem geheimen Konto. Er wusste von der früh einsetzenden Demenz ihrer Mutter. Er wusste, dass die Familie Pearson ihre Mutter im Stich gelassen hatte.

„Du bist ein Monster", flüsterte sie.

„Ich bin ein Pragmatiker", korrigierte er sie. „Unterschreib das Papier, Francesca."

Sie sah auf den Stift.

„Wenn ich unterschreibe", sagte sie mit zitternder Stimme, „hilfst du mir dann, Lila zu ruinieren?"

Graftons Lippen verzogen sich. „Betrachte es als einen Unterschriftsbonus."

Sie griff nach dem Stift. Sie unterschrieb mit ihrem Namen. Die Tinte sah auf dem weißen Papier aus wie Blut.

Grafton nahm die Mappe. „Zieh dich an. Julian ist in fünf Minuten hier, um mich zur Physiotherapie zu bringen."

Francesca erstarrte. „Er kommt hierher?"

„Sofern du keinen Dreier willst", sagte Grafton, „schlage ich vor, du versteckst dich."

Er zeigte auf den Balkon.

Es klingelte an der Tür.

„Grafton?", drang Julians Stimme durch das schwere Holz. „Bist du da drin, Bro?"

Francesca sprang aus dem Bett. Sie schnappte sich die Kleidung, die Grafton ihr zugeworfen hatte.

Sie rannte zu den Balkontüren.

Sie schlüpfte hinter die schweren Samtvorhänge, gerade als sich die Haupttür öffnete.

Sie presste sich gegen das Glas.

„Hey", sagte Julian.

Francesca spähte durch den Spalt in den Vorhängen.

Julian stand mitten im Raum. Er schnupperte in die Luft.

„Was ist das für ein Geruch?", fragte Julian. Er runzelte die Stirn. „Ist das ... Chanel No. 5?"

Grafton saß in seinem Stuhl. Er sah schwach aus. Er sah harmlos aus.

„Meine Nachtschwester", sagte Grafton. „Sie trägt zu viel davon."

Julian sah sich im Zimmer um. Sein Blick verweilte auf dem ungemachten Bett.

Er machte einen Schritt auf den Balkon zu.

Kapitel 3

Julians Hand verharrte über dem Griff der Balkontür.

Francesca hielt den Atem an. Ihre Lungen brannten.

Sie saß in der Falle.

Wenn er die Tür öffnete, war alles vorbei. Die Fusion. Die Pflege ihrer Mutter. Ihre Rache.

„Julian", sagte Grafton.

Seine Stimme war schwach und heiser. Ganz anders als der befehlerische Ton, den er ihr gegenüber angeschlagen hatte.

„Vater hat gestern Abend angerufen", fuhr Grafton fort. „Er erwähnte einige … Unregelmäßigkeiten auf deiner Firmenkreditkarte."

Julian erstarrte.

Seine Hand fiel vom Türgriff. Er wirbelte herum.

„Was?" Julians Stimme schoss in die Höhe. „Das ist … das war für die Kundenbewirtung."

„Er glaubt, es war für Schmuck", sagte Grafton.

Während Julian stotterte, hob Grafton die Hand.

Er stieß eine schwere Kristallvase vom Beistelltisch.

Klirr.

Das Geräusch war explosiv.

Julian zuckte zusammen.

„Meine Hand", sagte Grafton. Er umklammerte sein Handgelenk und täuschte einen Krampf vor. „Sie hat sich verkrampft. Ruf die Krankenschwester."

Julian blickte mit Abscheu auf das zerbrochene Glas. Er blickte seinen Bruder mit einer Mischung aus Mitleid und Verärgerung an.

„Na gut", fauchte Julian. Er drehte dem Balkon den Rücken zu, um sein Handy herauszuholen.

Francesca zögerte nicht.

Sie glitt von der Balkontür weg, den Rücken an die Wand gepresst, und bewegte sich auf den begehbaren Kleiderschrank zu. Sie erinnerte sich an die Baupläne, die sie für ihren Vater durchgesehen hatte, als er ein ähnliches Anwesen in Betracht zog. Es gab eine Serviceklappe, versteckt hinter den Wäscheregalen, die zu einem Personalgang führte.

Sie fand die Klappe, ihre Finger fummelten an dem unsichtbaren Riegel. Er klickte auf. Sie zwängte sich durch die schmale Öffnung in einen dunklen, staubigen Gang.

Sie fand das Dienstbotentreppenhaus und rannte los.

Sie hielt erst an, als sie in ihrer eigenen Wohnung war, drei Meilen entfernt.

Sie duschte eine Stunde lang. Sie schrubbte ihre Haut, bis sie wund war, und versuchte, den Geruch von Graftons Laken und die Erinnerung an Julians Verrat abzuwaschen.

Ihr Handy machte „Ping".

Absender: Unbekannt.

Betreff: Vertragskopie.

Es war die PDF-Datei.

Sie öffnete sie. Sie las jede einzelne Klausel.

Er war wasserdicht. Wenn sie die Vertraulichkeitsvereinbarung verletzte, schuldete sie ihm fünf Millionen Dollar.

Sie rief ihre Freundin Sarah an, eine Vertragsanwältin. Sie nannte keine Namen.

„Das ist eine Falle", sagte Sarah zu ihr. „Wer auch immer das geschrieben hat … dem gehört der Klient. Mit Leib und Seele."

Francesca legte auf.

Sie musste um 14:00 Uhr zum Faulkner Tower. Sie musste Dokumente für ihren Vater abgeben.

Sie betrat die Lobby. Sie hielt den Kopf hoch.

Sie drückte den Aufzugknopf.

Die Türen öffneten sich.

Grafton war drinnen. In seinem Stuhl.

Julian stand neben ihm.

Francesca drehte sich der Magen um.

„Schatz!", lächelte Julian. Es war das Lächeln eines Mannes, der nicht gerade seine Verlobte betrogen hatte.

Er zog sie in den Aufzug. Er küsste sie auf die Wange.

Francesca erstarrte. Sie zwang sich, die Stelle nicht abzuwischen.

Sie blickte in die verspiegelte Wand des Aufzugs.

Grafton beobachtete sie.

Seine Augen trafen ihre im Spiegelbild. Sie waren dunkel, amüsiert und besitzergreifend.

„Wir wollten uns gerade Ringe ansehen", sagte Julian. „Grafton wollte mitkommen. Ein bisschen frische Luft schnappen."

„Wie nett", sagte Francesca. Ihre Stimme war brüchig.

„Ich möchte sehen, was der zukünftigen Mrs. Faulkner gefällt", sagte Grafton.

Seine Stimme war höflich, aber Francesca hörte die Drohung heraus.

Julians Hand glitt hinunter zu ihrer Taille. Er drückte zu.

Francesca zuckte zusammen.

Grafton sah es. Seine Augen verengten sich leicht.

Er tippte auf sein Handy.

Francescas Handy summte in ihrer Handtasche.

Sie blickte nach unten.

Grafton: Meine Wohnung. Heute Abend. 21 Uhr. Oder ich sage Julian, wo du letzte Nacht warst.

Sie blickte hoch in den Spiegel.

Grafton lächelte sie an. Es war das Lächeln eines Hais.

Sie wollte schreien. Sie wollte ihn schlagen.

Aber sie dachte an die Rechnung des Pflegeheims auf ihrer Küchentheke.

Sie tippte eine Antwort.

Francesca: Ich werde da sein. Aber zuerst will ich, dass Lila blutet.

Sie drückte auf Senden.

Grafton blickte auf sein Handy.

Er blickte zurück zu ihr in den Spiegel. Er nickte einmal.

Grafton: Abgemacht.

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Die verratene Braut: Beansprucht vom Bruder

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