Kapitel 3

„Was hast du mir letzte Nacht gesagt? Du sagtest, du würdest niemanden außer mir heiraten, aber was machst du jetzt? Du hast mich allein gelassen, um all diesen Gästen gegenüberzutreten. Wie soll ich da ruhig bleiben?“

Endlich verlor ich meine Fassung.

Aber Brendan schaute mich nur an.

„Eleanor, wann bist du so unvernünftig geworden? Die Hochzeit kann verschoben werden, aber Marina konnte nicht warten. Wenn ich es nicht rechtzeitig geschafft hätte, wäre sie wirklich gestorben.“

„Haha.“

Ich lachte bitter, als mir klar wurde, wie widerlich emotionale Manipulation sein kann.

An diesem Punkt wollte ich nichts mehr sagen.

Denn ich erkannte plötzlich mit absoluter Klarheit, dass Brendan und ich aus zwei verschiedenen Welten stammten. Noch mehr zu sagen, würde nur bedeuten, mich selbst zu erniedrigen.

„Dann lassen wir es hier enden.“

Damit drehte ich mich um und ging ohne einen Blick zurück.

Als ich die Tür erreichte, hörte ich, wie Marina anfing zu weinen. „Brendan, mir geht es jetzt gut. Du solltest Eleanor hinterhergehen. Lass mich eure Beziehung nicht kaputtmachen.“

Brendan setzte sich wieder neben Marina, sein Ton war nicht zu deuten. „Nicht nötig. Wenn sie gehen will, lass sie. Komm nur nicht später zu mir und bitte um Versöhnung.“

Er sagte das, damit ich es höre.

Denn in den sechs Jahren, in denen ich ihn liebte, war ich es immer, die sich nach jedem Streit zuerst entschuldigte.

Damals liebte ich ihn wirklich und glaubte naiv, dass er mich auch liebte.

Also war ich bereit, meinen Stolz für die Liebe zu schlucken.

Aber jetzt... Verdammt! Brendan, du und deine kleine Freundin könnt zur Hölle gehen!

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Verliebt in den Onkel meiner Ex

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