Kapitel 3
Caleb war der älteste Sohn der Griffin-Gruppe und auch unser Klassenkamerad.
Mein Vater war früh verstorben, und meine Mutter lag im Koma, was uns in extreme Armut stürzte. Nachdem ich die Universität begonnen hatte, meldete ich mich für das Hilfsprogramm für bedürftige Studierende an. Mein Sponsor war niemand anderes als Caleb.
In meinem früheren Leben war ich ihm vier Jahre lang treu ergeben, ohne zu zögern, und diente ihm vier Jahre lang. Obwohl er schwer zufriedenzustellen war, war er großzügig mit Geld, und ich musste mir keine Sorgen um die medizinischen Kosten meiner Mutter machen.
Er war überheblich und dominierend, besonders gegenüber Nathan, dem armen, aber brillanten Schwarm der Schule. Caleb würde sein Labor beschlagnahmen, seine Projektfinanzierung kappen und seine Stipendien an sich reißen.
Als Calebs Assistentin wurde ich manchmal auch beauftragt, Nathan zu schikanieren.
Ich täuschte ihn, mir Damenbinden zu leihen, und ließ ihn in die Mädchentoilette rollen, nur um später von den Mädchen, die hineinkamen, als Perverser beschimpft zu werden.
Am Tag der Bewerbung für den mathematischen Modellierungswettbewerb stahl ich sein Handy und sperrte ihn im Labor ein.
Obwohl ich den Vorfall mit den Damenbinden den Mädchen rechtzeitig erklärte und seine Bewerbung für ihn einreichte, hasste er mich dennoch.
Zumindest dachte ich damals, dass er mich hasste.
Nach dem Abschluss sperrte Caleb mich drei Jahre lang ein, quälte mich jede Nacht und machte mein Leben zur Qual.
Damals hätte ich nie gedacht, dass die Person, die mich aus diesem Gefängnis befreien würde, Nathan sein würde.
Noch überraschender war, dass seine heimliche Schwärmerei für mich bereits im ersten Studienjahr begonnen hatte.
Ich schaute in sein ernstes Gesicht und dachte, du kannst wirklich gut ein Pokerface behalten.
In einem Moment, als er nicht aufpasste, packte ich sein Gesicht und küsste ihn.
Er stand steif da, bewegte sich keinen Zentimeter, ließ mich sanft seine Lippen küssen und erkunden.
Als wir uns trennten, waren seine Augen auf meine fixiert, seine Stimme rau, „Hat Caleb dir gesagt, dass du das tun sollst?“
Ich schaute in seine dunklen Augen, „Das ist, was ich tun will.
Ich mag dich, Nathan.“
Seine Wimpern zuckten leicht, „Scarlett, spiel keine Spielchen mit mir...“
Ich umarmte ihn fest, „Nathan, hab keine Angst. Ich bin für dich da.“