Kapitel 3
„Hallo, Eve.“ In Lucas' schönen Augen lag ein sanftes Lächeln. „Alina ist die Tochter von Herrn Costa. Sie ist wie die Prinzessin der Familie Costa. Warum gehst du nicht hin und sagst ihr Hallo? Sie werden viel miteinander zu besprechen haben."
Eve warf Lucas einen kalten Blick zu und lächelte spöttisch. „Eine Prinzessin? Sie ist nur eine uneheliche Tochter und wurde von Herrn Costa nicht anerkannt.“
Die Musik im Ballsaal verstummte plötzlich, die Gäste verstummten und hielten den Atem an.
Alinas Gesicht wurde blass und ihre Finger umklammerten ihr Kleid fest.
Lucas runzelte die Stirn. „Sei nicht stur, Eve. Achte auf deine Worte. Der heutige Anlass ist wichtig.“
"Wichtig?" Eve lachte plötzlich sarkastisch. „Ist es Ihnen wichtig genug, Ihr Wort zu brechen?“
Lucas war fassungslos.
„Du hast gesagt, dass du nicht gern tanzt.“ Ihre Stimme wurde eisig. „Du hast gesagt, du wärst meiner nicht würdig, deshalb würdest du nie mit mir auf einen Ball gehen.“
Eves Blick richtete sich auf Alina, die nervös dastand und ihr Kleid umklammerte. Sie sah unschuldig und schüchtern aus.
„Aber du hast ihre Hand gehalten und den Eröffnungstanz getanzt.“ Eves Stimme zitterte leicht.
Die Gäste verstummten und ihre Blicke hefteten sich auf die drei.
Lucas' Gesicht verfinsterte sich. Er trat vor und warnte Eve mit leiser Stimme. "Genug! Eve, krieg hier keinen Wutanfall.
Alina ist die Prinzessin der Familie Costa und ich brauche ihre Hilfe.“
„Bekomme ich einen Wutanfall?“ Eve erhob abrupt ihre Stimme und ihre Augen brannten vor Wut. „Wer hat einen Wutanfall? Ihre Mutter war nur eine einfache Kurtisane. Welche Hilfe kann sie Ihnen anbieten …“
"Schlagen!" Ein lauter Schlag hallte durch den Ballsaal.
Eve taumelte ein paar Schritte zurück und bedeckte ungläubig ihre brennende Wange.
Sie sah Lucas an, und seine Hand hing immer noch in der Luft, seine Knöchel waren leicht gerötet. Er muss seine ganze Kraft eingesetzt haben.
Im Ballsaal herrschte augenblicklich Totenstille.
Eves Lippen zitterten und sie wollte sprechen, doch die Tränen strömten unkontrolliert über sie.
Auch Lucas war fassungslos. Er öffnete den Mund und schien etwas sagen zu wollen, zog aber nur steif die Hand zurück.
Eve war verwöhnt und bekam oft kindische Wutanfälle, nachdem sie mit Lucas ausgegangen war.
Sie malte mit Farbe auf sein Gesicht und seine Haare, und es machte ihm nichts aus.
Sie spielte Streiche, um Frauen, die ihn belästigten, öffentlich bloßzustellen, und er lachte einfach darüber.
Vor einer kritischen Mission zerstörte sie versehentlich seine zuverlässigste Waffe und er ließ seine Männer in aller Ruhe eine neue vorbereiten. Dann hatte er vor dem großen Fenster Sex mit ihr, bis sie müde war.
Aber er hat sie in der Öffentlichkeit geohrfeigt, nur weil sie ein paar Wahrheiten über Alina gesagt hatte.
„Hast du mich geschlagen?“ Eves Stimme war so leise, dass sie fast unhörbar war. Ihr Herz schmerzte. „Hast du mich wegen einer Geliebten, einer unehelichen Tochter, geschlagen?“
Sie konnte nicht glauben, dass Lucas, der sie einst wie ein zartes Juwel geschätzt hatte, sie jetzt so behandeln würde.
Lucas antwortete nicht, aber sein Blick sagte alles.
Er hatte sich für Alina entschieden.
Eve lachte plötzlich und Tränen liefen ihr über die Wangen. "Bußgeld. Lucas, von jetzt an ist Schluss mit uns!“
Damit ging Eve und die Gäste machten ihr automatisch Platz. Niemand wagte es, sie aufzuhalten.
Alina holte Eve eilig ein und packte sie am Arm. „Glaubst du wirklich, dass Lucas dich liebt?“
Alina kicherte und sagte bösartige Worte, die in starkem Kontrast zu ihrem unschuldigen Aussehen standen. „Letzte Nacht, als er Sex mit mir hatte, sagte er, jedes Mal, wenn ich ihn berühre, empfinde er Ekel.“
Eve versteifte sich augenblicklich.
Alina beobachtete zufrieden, wie Eves Gesicht aschfahl wurde. Dann flüsterte sie bösartig weiter: „Er sagte, du wärst wie eine verzweifelte Hure und würdest dich immer an ihn klammern.“ Du hast ihn erstickt. Du bist nicht einmal eine Haarsträhne von mir wert. Deshalb kam er zu mir. Schließlich..." Sie hielt inne, senkte ihre Stimme und kicherte leise. „In meinem Bett kann er sich richtig entspannen.“
Eves Pupillen verengten sich augenblicklich und ihre Ohren summten. Die Welt schien in diesem Moment ihren Ton verloren zu haben.
Im nächsten Moment nahm Eve eine Weinflasche und schlug sie Alinas Kopf heftig an.