Kapitel 3

Leyla begegnete Coltons intensivem Blick und brachte ein Lächeln zustande. "Ich weiß. Also... Wann geben wir uns das Ja-Wort?"

Sie sprach, während sie sich anzog.

Der glatte Stoff ihres Kleides schmiegte sich an ihre Figur, der Saum floss anmutig wie ein Bach.

Colton erhob sich langsam und seine Hand streifte leicht ihre Taille. „Heute natürlich.“

"Heute?" Leyla wirbelte herum und war überrascht, ihn nur in Unterwäsche zu sehen.

Er war so gut ausgestattet, dass es sie selbst in seinem entspannten Zustand überraschte.

Sie spürte, wie ihr die Hitze ins Gesicht stieg, und schaute weg. "Ich verstehe. Ich gehe nach Hause, um meinen Ausweis zu holen. Wir sehen uns heute Nachmittag."

Später am selben Tag kam Leyla am Gerichtsgebäude an und entdeckte Colton in der Ferne.

Seine Gesichtszüge waren scharf und sein Ausdruck eisig.

Lässig lehnte er sich an die Autotür. Als er sie sah, schlenderte er hinüber und nahm natürlich ihre Tasche.

„Nach dir, Liebling.“ Sein Ton war entspannt und locker.

Er hatte sie Liebling genannt.

Leyla spürte, wie ihre Wangen heiß wurden, als sie unbeholfen hinter ihm herlief.

Als sie hinausgingen, blieb Leyla an der Tür stehen und war einen Moment lang verblüfft.

Und schon war sie eine verheiratete Frau.

Ihr Vater hatte immer gewollt, dass sie noch zu seinen Lebzeiten verheiratet war.

Obwohl sie Theo nicht besonders mochte, hielt sie es für eine vernünftige Entscheidung, ihn zu heiraten.

Aber jetzt war sie Coltons Frau.

"Was hast du im Kopf?"

Coltons beiläufiger Ton holte sie in die Gegenwart zurück. Sie blickte auf und begegnete seinem festen Blick.

Colton nahm ihre Hand und ließ einen Schlüsselbund in ihre Handfläche fallen.

Die Schlüssel fühlten sich eisig an und sie hielt sie instinktiv fester.

„Sunlight Villa“, sagte er. „Das ist unser Zuhause.“

Ihr Zuhause.

Ein bittersüßes Gefühl überkam sie und drang tief in ihr Innerstes ein.

Diese beiden Worte trübten beinahe ihre Gedanken.

Für alle war sie eine Belastung.

Sie hatte sich seit ihrer Kindheit auf andere verlassen und dies war das erste Mal, dass jemand einen Ort sein Zuhause nannte.

„Ich habe Arbeit zu erledigen“, sagte Colton und gab ihr mit langsamen Bewegungen die Tasche zurück. „Ich mache mich dann auf den Weg.“

Er ging groß und anmutig davon.

„Colton“, sagte Leyla mit einiger Anstrengung und leicht heiserer Stimme. „Bitte erzähl niemandem, dass wir schon verheiratet sind.“

Seit diesem Vorfall waren die Medien voll von der Familie Stanley.

In diesem Moment war sie nicht bereit, sich ihren Fragen zu stellen.

Außerdem hatte sie immer noch nicht herausgefunden, wie sie Rachael und den anderen die Neuigkeiten beibringen sollte.

Colton hielt einen Moment inne und lächelte dann träge. "Ich verstehe."

Er fragte sich, was sie dachte.

Er stieg ins Auto.

Simon Gilbert, Coltons Freund aus Kindertagen, saß auf dem Beifahrersitz und neckte: „Jetzt glücklich? Haben Sie mich gerade angerufen, damit ich Ihr Chauffeur bin?"

Colton blickte mit eisigem Blick auf. Er war nicht in der Stimmung für Witze. „Halt die Klappe und fahr.“

An diesem Abend kehrte Leyla zum Haus der Familie Higgins zurück.

Zwischen ihr und Theo war es sauer geworden. Dort zu bleiben war nicht mehr richtig. Es war Zeit auszuziehen.

Sie ging in ihr Zimmer, um ihre Sachen zu packen.

Als Leyla ihren Koffer öffnete, durchbrach eine scharfe Stimme die Stille hinter ihr.

„Leyla, du bist ganz schön mutig geworden, nicht wahr? Wo warst du letzte Nacht?"

Es war Rachael.

Leyla runzelte die Stirn und drehte sich zu ihr um. „Tante Rachael, ich …“

„Leyla! Wie konntest du nur?" Rachael unterbrach sie mit dröhnender Stimme. „Was war hier los?“

Mit festem Griff zerrte Rachael Leyla zum Badezimmerspiegel und hielt sie so fest, dass Leyla Tränen in die Augen stiegen.

„Sie sind eine anständige Frau. Wie kann es sein, dass Sie kein Selbstwertgefühl haben? Mit wem warst du letzte Nacht zusammen?"

Während Rachaels wütende Worte um sie herum widerhallten, erblickte Leyla ihr eigenes Spiegelbild.

Ihr langes Haar hing lose auf ihren Schultern und Tränen stiegen ihr in die Augen. Unter ihrem Kragen lugte ein auffälliger Knutschfleck hervor.

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Die perfekte Braut des CEOs: Ein Pakt mit dem Teufel im Unglück

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