Kapitel 3
Drei Jahre waren vergangen und auf dem Anwesen der Familie Thomas in Owathe herrschte eine aufregende Atmosphäre.
Im großen Festsaal mischten sich Lachen und Gespräche mit dem dichten Duft von Parfüm.
Die Familie Thomas, die zu den vier einflussreichsten Familien in Owathe gehörte, übte erheblichen Einfluss aus.
An diesem Abend feierten sie die Rückkehr der Patentochter ihres Familienoberhaupts aus Übersee mit einem üppigen Bankett.
Die Elite der Stadt war zu diesem Anlass in voller Stärke erschienen.
„Lucas, stimmt es nicht, dass Belinda heute auch zurückgekehrt ist?" Ryan Adams fragte aus einer Ecke des Raumes.
Als Lucas die Frage hörte, hielt er einen Moment inne und seine Finger schlossen sich fester um sein Weinglas. Nach einer kurzen Pause bestätigte er die Nachricht mit einem Nicken, nachdem er einen Schluck Wein getrunken hatte.
In seinem eleganten dunkelblauen Anzug strahlte Lucas eine akribische Eleganz aus.
„Es ist an der Zeit!" sagte Ryan und drehte sich um, um Verena anzusehen, die neben Lucas stand. „Diese Frau, die Lucas geheiratet hat, hätte schon längst aus seinem Leben verschwinden sollen. Herzlichen Glückwunsch, Verena. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Sie Frau Clark werden."
Verena antwortete mit einem leichten Lächeln und sanfter Stimme: „Für mich zählt die Nähe zu Lucas, nicht der Titel seiner Frau."
Trotz ihrer Worte sprach ihr absichtlicher Blick auf Lucas Bände über ihre wahren Gefühle, und ihre Erwartung, Lucas zu heiraten, war für alle Beobachter offensichtlich.
Lucas wandte den Blick ab, klopfte mit dem Finger gedankenverloren auf sein Glas und blieb still.
Als Ryan den hoffnungsvollen Blick von Verena auffing, sagte er: „Lucas betet dich eindeutig an, Verena. Sobald er von Belinda frei ist, wird er Sie zweifellos sofort zu seiner Frau machen. Stimmt's, Lucas?"
Lucas reagierte nicht und schien in Gedanken versunken zu sein.
Verenas Lippen spitzten sich, als sie sprechen wollte, aber die Aufmerksamkeit des Raumes wurde plötzlich durch eine Bewegung am Eingang abgelenkt.
Alle Köpfe drehten sich um, als das Geräusch klappender Absätze über den Marmorboden hallte und sich mit dem Herzschlag der Menge vermischte.
Eine markante Gestalt in einem feuerroten Kleid erschien. Das Kleid hatte einen tiefen V-Ausschnitt und schimmernde Pailletten, der Fischschwanzsaum tanzte beim Gehen der Frau.
Ihre Präsenz war unbestreitbar magnetisch, ihre Figur perfekt. Ihre feinen Gesichtszüge wurden von strahlenden Augen umrahmt, deren Charme durch dunklen Eyeliner noch verstärkt wurde. Ihre Schönheit war nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar und versetzte alle Anwesenden in Erstaunen.
„Oh mein Gott! Wer ist diese Frau? Ich kann nicht glauben, dass jemand, der so fesselnd ist, die ganze Zeit hier in Owathe gewesen ist! Warum habe ich sie vorher nicht gesehen?" Ryan konnte sein Erstaunen nicht verbergen.
„In der Tat, sie ist ziemlich auffällig", kommentierte Verena lächelnd.
Lucas hob langsam seinen Blick, um die Frau zu betrachten, und seine Augen verengten sich bei ihrem Anblick.
„Ich mag sie! Ich besorge mir sofort ihre Nummer. Warten Sie einfach auf meine guten Neuigkeiten!" „sagte Ryan schnell und ging mit entschlossenen Schritten auf die Frau zu."
Ryan näherte sich der Frau und lächelte sie an, wie er glaubte, am charmantesten. „Hallo, Hübsche! Ich bin Ryan Adams, Sohn des Vorsitzenden der Adams Group. Würden Sie mir das Vergnügen Ihrer Bekanntschaft gönnen?"
Belinda sah Ryan an, ein subtiles Lächeln umspielte ihre Lippen.
Zuvor war Ryan in Lucas' Umfeld besonders hart zu ihr gewesen und hatte sie ständig beleidigt.
Er hatte sie schon oft beschimpft, ohne auf ihre Gefühle Rücksicht zu nehmen.
Doch nun stand er hier vor ihr und war offensichtlich von ihrer Schönheit fasziniert.
Die süße Ironie der ganzen Sache amüsierte Belinda.
Als er Belindas charmantes Lächeln sah, war Ryan für einen Moment wie gebannt. Er räusperte sich und sagte: „Dürfte ich vielleicht Ihren Namen erfahren?"
Als Belinda den Mund öffnete und etwas sagen wollte, wurde sie von einer tiefen Stimme unterbrochen, die sagte: „Belinie..."