Kapitel 3

Als ich das Trendthema sah, wusste ich, dass ich der Bauer sein würde, den Gordon mit dreißig Millionen auszahlte.

Indem er mich opferte, drehte er die Geschichte um, um den Ruf von Carsten und der Familie Morgan zu retten.

Eine Flut bösartiger Kommentare ging ein.

„Also war Amelia die ganze Zeit die Ehebrecherin? Ich wurde ausgetrickst."

„Eleanor ist furchtlos und jagt trotz aller Widrigkeiten der Liebe nach. Ich drücke ihr die Daumen."

„Süßes Paar, bleibt zusammen.“

„Kann die Herrin einfach verschwinden? Ich habe mein Mitgefühl an sie verschwendet."

„Carsten und Eleanor sind seit der High School zusammen. So süß."

„Amelia, fall tot um. Ekelhaft."

Neben dem Geld gab mir Carsten einen Anteil von drei Prozent an Morgan Enterprises. Ich habe alles akzeptiert.

Vielleicht lag es daran, dass ich alte Gesichter sah, aber ich hatte in dieser Nacht einen Albtraum.

Im Traum führte Eleanor eine Gruppe von Mädchen an.

Sie zerrissen meine Kleider und zwangen mich, zu kriechen und dabei wie ein Hund zu bellen.

Sie haben mich mit Zigarettenstummeln und einem Lockenstab verbrannt.

Es waren zwei Jahre unerbittlichen Mobbings.

Und das alles, weil mir ein älterer Mensch, den Eleanor mochte, im Regen einen Regenschirm geschenkt hat.

Ich wachte schweißgebadet auf.

Die eisige Angst blieb deutlich spürbar.

Ich versuchte, mich zu beruhigen und griff nach den Pillen auf meinem Nachttisch.

Doch ein Schatten neben dem Bett ließ mich erstarren.

Einen Moment später legte sich der Arm eines Mannes um mich.

Der vertraute Duft von frischem Zedernholz kam näher.

Meine Nervosität beruhigte sich.

„Noch ein Albtraum?“ Seine Stimme war tief und anziehend, als er mir sanft den Schweiß von der Stirn wischte und mir ein paar Pillen gab.

Ich schluckte sie und fühlte mich etwas besser.

In der Dunkelheit stach seine scharfe, markante Silhouette hervor, seine tiefschwarzen Augen waren auf mich gerichtet.

„Du bist früh zurück.“ Ich sagte kühl: „Diesen Teil des Plans haben wir noch nicht erreicht.“

Er zog mich in seine Arme, sein warmer Atem strich über meinen Hals.

Nach einer Pause sagte er heiser: „Ich habe dich zu sehr vermisst, Amelia. Als ich hörte, dass es dir weh tat, bin ich zurückgeeilt.“

Seine sanften Küsse landeten auf meinem Ohr und wanderten langsam nach unten.

Ich zögerte. „Hinterlasse keine Spuren.“

Seine Reaktion war eine Welle wilder Intensität, als würde er jeden Moment, den wir getrennt verbracht hatten, zurückfordern.

Es dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Erschöpft schlief ich ein, ohne Albträume.

Am nächsten Tag luden mich die Morgans ein.

Als ich eintrat, hörte ich Carstens fröhliche Stimme. „Ich habe erfahren, dass mein Onkel letzte Nacht zurückgekehrt ist. Wenn wir ihn treffen können, übergibt er das Northside-Projekt vielleicht an die Morgans.“

Ein Diener entdeckte mich und führte mich hinein.

Im Wohnzimmer ruhte sich Gordon mit geschlossenen Augen aus.

Carsten und Eleanor saßen dicht beieinander und ihre Gesichtsausdrücke veränderten sich, als sie mich sahen.

Ich begrüßte Gordon höflich und lächelte dann. „Sprechen Sie vom Oberhaupt der Familie Rowe?“

Daraufhin wandten sich alle mir zu.

Carsten hob eine Augenbraue. „Kennst du ihn, Amelia?“

Eleanors Augen blitzten vor Groll, als sich die Aufmerksamkeit auf mich richtete.

Plötzlich schnappte sie: „Was ist das für ein Fleck an deinem Ohr?“

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Ich habe den Onkel meines Ex geheiratet

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