Kapitel 3

3

Aus Neugier kontaktierte ich Martha Holt, Natalias Klassenkameradin.

Martha war früher in der gleichen Mittelschule wie ich und kannte all meine Erfahrungen.

Schon lange hatte sie mich gebeten, gut zu mir selbst zu sein und nicht die ganze Schuld für Natalia zu übernehmen.

Ich wollte ihren Rat nicht annehmen. Danach brach ich sogar den Kontakt zu ihr ab.

Wenn ich daran denke, mache ich mir Vorwürfe, weil ich so dumm war.

Martha war überrascht, als sie meinen Anruf erhielt.

Ich entschuldigte mich bei ihr und nahm ihren Rat an.

„Du hast recht, Martha. Sie verdient meine Fürsorge nicht.“

Martha war erleichtert zu sehen, dass ich aufgewacht war. Dann erzählte sie mir, was Natalia in letzter Zeit passiert ist.

Natalia bezahlte schließlich das Abendessen an jenem Abend.

Anfangs blieb sie ruhig, wahrscheinlich weil sie dachte, dass ich die Rechnung noch begleichen würde.

Doch als das Abendessen fast zu Ende war, hatte ich ihr immer noch keinen Cent überwiesen. Sie geriet in Panik.

Selbst wenn sie kein Geld hatte, wollte sie um ihre spärliche Würde zu wahren schließlich Geld von einem wohlhabenden Studenten leihen, der ihr nahestand.

Dieser Student hatte nichts gegen die tausend Euro einzuwenden.

Aber Natalia wollte nicht ihre letzte Würde verlieren.

Sie war gezwungen, ihre Handtasche zu verkaufen.

Sie hatte insgesamt nur noch fünf Taschen, die relativ günstig waren.

Der Preis jeder Tasche lag bei mehreren zehntausend Euro.

Allerdings pflegte sie diese Taschen nicht gut.

Selbst wenn sie sie als Gebrauchtware verkaufte, konnte sie nur etwa zehntausend davon machen.

Das Geld könnte für normale Studenten lange reichen.

Natalia jedoch war es gewohnt, übermäßig auszugeben. Sie konnte es schnell ausgeben.

Außerdem hatte sie jetzt nur noch vier Taschen übrig.

Ich fragte mich neugierig, wie sie überleben würde, nachdem sie alle ihre Luxus-Taschen verkauft hatte.

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Wiedergeburt: Die Fassade meiner Schwester zerstören

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